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Friedrichsdorfer Wies’n Rock feiert das 20-jährige Bestehen

Fünf Bands geben den Ton an

Gütersloh-Friedrichsdorf (WB). 20 Jahre Wies’n Rock: Das Festival in Friedrichsdorf feiert seinen zweiten runden Geburtstag. Als Tipper Open-Air ging die Veranstaltung 1998 an den Start und begeistert seitdem Jung und Alt. Zum 20. Geburtstag gab es für die Besucher einige Überraschungen.

Laura Gehle

Bringt nicht nur die Musik seines Vorbildes auf die Bühne, sondern sieht dem Original auch noch zum Verwechseln ähnlich: »Mariuzz« und seine Band unterhalten mit Songs von Marius Müller-Westernhagen. Foto: Maximilian Gaisendrees

Das Motto »Umsonst und draußen« hat sich auch bei der 20. Auflage nicht geändert. Auf der Wiese hinter der Evangelischen Kirche konnte man vielfältige und unterschiedliche Musiker auf der Bühne erleben. Aus über 100 Bewerbungen wurden in diesem Jahr fünf Bands ausgewählt.

Neunköpfiges Team der Evangelischen Jugend organisiert das Fest

Wie im vergangenen Jahr begeisterte die Kinderband »Krawallo« die jüngsten Gäste. Ab 18 Uhr startete dann das Abendprogramm mit »440 Hertz« aus dem Paderborner Raum mit deutschem Rock-Pop. Auf die gefühlvolle, nachdenkliche Musik folgte energiegeladener Indie Rock von »Colorwave«, inspiriert von Bands wie Paramore und 30 Seconds to Mars. Es folgte eine bereits preisgekrönte Band: »April Art« gewann mit rockigem Crossover 2016 den deutschen und hessischen Rock & Pop Preis. Headliner in diesem Jahr war »Mariuzz«. Als Tribute-Band zu Marius Müller-Westernhagen brachte er diesen optisch und musikalisch auf die Friedrichsdorfer Wiese und unterhielt sein Publikum mit Westernhagen-Hits.

Organisiert hat das Open Air auch in diesem Jahr ein neunköpfiges Team der Evangelischen Jugend. Knapp neun Monate und 100 ehrenamtliche Helfer hat es gebraucht, die Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Viele Abläufe sind für das Team mittlerweile Automatismen, jedoch ist kein Jahr wie das andere: »Es ist jedes Mal wieder ein besonderer Wies’n Rock«, meint Mitorganisatorin Kirsten Förste. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums haben sich die Organisatoren einige Neuerungen einfallen lassen.

Gottesdienst behandelt das Thema Gemeinschaft

Es gab Luftballons, eine Fotowand mit Erinnerungen aus 20 Jahren sowie eine Fotobox. Außerdem waren 20 goldene Marken im Umlauf, mit denen es jeweils drei Getränke gab. Am Samstag fand außerdem ein Gottesdienst zur Einstimmung auf der Wiese statt: »Das Thema Gemeinschaft stand im Vordergrund, das war ein schöner Beginn«, erzählt Kirsten Förste. Diese Gemeinschaft spüre man auch im Ort: Die lokale Eisdiele sowie eine Bäckerei kreierten ein Wies’n-Rock-Eis sowie Gebäck, deren Erlöse der Veranstaltung zugute kamen. Auch die Bands hatten Geburtstagsgeschenke dabei: »Krawallo« sangen ein Geburtstagsständchen, und »440 Hertz« verschenkten 20 ihrer CDs.

Zwar sorgte das zeitgleiche Spiel der deutschen Fußballmannschaft für eine Besuchereinbuße. Gegen die Übertragung des Spiels hatte man sich jedoch bewusst entschieden: »Es ist ein Dorffest, und deswegen soll der Fokus auf dem Fest und der Musik bleiben«, erklärt Kirsten Förste. Mit dem Fußballspiel wäre dies in den Hintergrund gerückt.

Ob sich die Wiese auch im nächsten Jahr wieder mit Besuchern füllen wird, ist noch nicht sicher. Entschieden wird das erst nach der diesjährigen Ausgabe. Eine 21. Auflage ist aber in Sicht: »Es macht immer sehr viel Spaß«, sagt Kirsten Förste.

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