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Gütersloh

Geflüchtete beziehen Unterkunft in Gütersloher Siedlung

Gütersloh (gl)

Was angekündigt worden war, wird jetzt umgesetzt: Die ersten Geflüchteten sollen in Kürze die Notunterkunft des Landes in Gütersloh beziehen.

Die Siedlung zwischen Stadtpark und Verler Straße soll zunächst nur zum Teil (14 von 45 Häusern) genutzt werden. Mittelfristig soll die Kapazität 500 Plätze betragen.

Gütersloh (gl) - In wenigen Tagen sollen die ersten Geflüchteten aus der Ukraine in die Siedlung Englische Straße einziehen. Das teilte die Bezirksregierung Detmold am Donnerstag mit. Wie berichtet, wurde das zwischenzeitlich nicht genutzte Quartier zu diesem Zweck als Notunterkunft zum Teil reaktiviert.

Zunächst können dort laut Mitteilung bis zu 300 Menschen vorübergehend eine Unterkunft finden. Mittelfristig soll die Kapazität 500 Plätze betragen. Die Bezirksregierung betreibt diese Notunterkunft in den Gebäuden in der Siedlung der Englischen und Waliser Straße seit Mitte April. Zwischenzeitlich waren dort ukrainische Schutzsuchende untergebracht. Seit Anfang Juni war die Einrichtung auf Reserve zurückgestuft. 

14 von 45 Häusern werden genutzt

Die geplante Nutzungsfläche umfasst rund 14 Häuser der insgesamt 45 Häuser mit Baujahr 1951, die jeweils rund 160 Quadratmeter groß sind. Ziel ist, die Menschen vor der akuten Obdachlosigkeit zu bewahren, sie zu verpflegen sowie eine erste medizinische Versorgung zu sichern. 

Die Aufenthaltsdauer in landeseigenen Notunterkünften für Geflüchtete aus der Ukraine beträgt in der Regel 14 Tage. Die Kosten werden vom Land getragen. Eigentümerin der Liegenschaft ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Die Betreuung der geflüchteten Menschen übernimmt die Johanniter-Unfall-Hilfe im Auftrag der Bezirksregierung. Für die Sicherheit sorgt das Unternehmen PMC. 

Zwei weitere Notunterkünfte

Die Bezirksregierung reaktiviert die Notunterkunft auf Bitte des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration. Die Unterbringungskapazitäten in NRW sollen wegen steigender Zahlen an Geflüchteten erhöht werden. Die Bezirksregierung betreibt bereits zwei Notunterkünfte für die Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine in Büren und in Paderborn. 

In der Notunterkunft in Büren stellt die Bezirksregierung 300 Plätze bereit. Die Kapazität soll mittelfristig um 100 Plätze auf 400 erhöht werden. In der ehemaligen Dempsey-Kaserne in Paderborn stehen 600 Plätze zur Verfügung. Dort können Menschen aufgenommen werden, für die in Kommunen vorübergehend noch keine Unterbringung möglich ist. Schutzsuchende aus der Ukraine werden rechtlich unter dem Aufenthaltsgesetz gefasst – anders als Menschen, die Asylanträge stellen.

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