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Gütersloh

Geldautomat am Karstadt-Gebäude abgebaut

Gütersloh (zog) - „Das hatten wir so auch noch nicht“, sagen Wolfgang Kobus und Alexander Hagedorn. Sie bauen Geldautomaten und Tresore eigentlich mit weniger Zuschauern und ohne Kameraklicken auf oder ab. Aber immerhin handelt es sich um den knapp 800 Kilo schweren Automaten am Karstadt-Gebäude.

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Da ist das Ding: Um ihn für den Transport längs im Anhänger zu verstauen, setzten Andreas Hagedorn (l.) und Wolfgang Kobus den Geldautomaten noch einmal vor dem Karstadt-Gebäude ab. Foto:

Das Gerät, das die beiden am Montagmorgen routiniert („keine nennenswerte Probleme“) in einen Anhänger verfrachteten, zählt zu den am meisten frequentiertesten der Sparkasse Gütersloh-Rietberg.

Was mit dem Gebäude passiert, weiß auch die Sparkasse nicht

„Er wurde in etwa so gut angenommen wie die Automaten in der Hauptstelle und hatte vor allem bei Festen oder an den Markttagen eine hohe Frequenz“, bestätigt Matthias Trepper, Pressesprecher der Sparkasse Gütersloh-Rietberg. Abgebaut werden musste das Gerät, weil Karstadt aufgrund der Filialschließung den Mietvertrag gekündigt hatte.

„Das Gebäude wird offensichtlich saniert. Aber wann dort was passiert, wissen wir nicht“, erläutert Trepper. Die Sparkasse bemüht sich um einen Ersatz-Standort in der Nähe. „Aber auch unsere Hauptstelle ist ja sehr innenstadtnah gelegen. Gleichwohl war der Karstadt-Standort eine 1-A-Lage“, schließt der Pressesprecher nicht aus, dass in der Nähe des Berliner Platzes wieder Geld abgehoben werden kann, wenn sich eine Möglichkeit ergibt.

Von kontaktlosem Abbau kann keine Rede sein

Auf der anderen Seite geht der durch Corona noch einmal beschleunigte Trend zum bargeld- und kontaktlosen Bezahlen mit der EC-Karte.

Von einem kontaktlosen Abbau des Automaten konnte am Montag keine Rede sein. Da musste schon Hand angelegt werden. „Wie die alten Römer“, meinte ein Beobachter, als die Abbauexperten das schwere Gerät mittels Kanthölzern sowie dünnen Brettern und langen Holzrollen auf einen im Anhänger platzierten Hubwagen bugsierten.

Häufigste Frage: „Ist das eigentlich noch was drin?“

„,Ist da eigentlich noch was drin?‘ Diese Frage hören wir am häufigsten“, sagt das Butzki-Team schmunzelnd, als der eine oder andere Gütersloher kurz stehen bleibt und ein Auge auf den Automaten wirft, von dem sonst lediglich Tastatur und Bildschirm sichtbar sind.

Gut möglich, dass der Geldautomat ab Februar an dem zur Selbstbedienungsgeschäftsstelle umgebauten Standort an der Kahlertstraße (diese Zeitung berichtete) seinen Dienst tun wird.

Öffnung wird mit Panzerglas verschlossen

Kaum hatte der Auszahler seine etwa zwei mal zwei Meter große Karstadt-Nische verlassen, standen drei Mitarbeiter der Gütersloher Firma Glas Osthus mit einer 500 Kilogramm schweren Panzerglasscheibe bereit, um die Öffnung zu verschließen.

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