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Chor Akuna Makata liefert in Gütersloh beeindruckenden Konzertabend ab

Gospel geht unter die Haut

Gütersloh (WB). Wie sehr Gospelmusik Menschen mitreißen kann, ist am Samstagabend in der vollbesetzten St.-Pankratius-Kirche in Gütersloh zu spüren gewesen. Dort gastierte auf Einladung des Hospiz- und Palliativ-Vereins Gütersloh anlässlich des Welthospiztags der deutsch-afrikanische Gospelchor Akuna Matata.

Marita Utlaut

Die St. Pankratius-Kirche als Konzerthalle: Der Auftritt des deutsch-afrikanischen Chores am Wochenende hat das Publikum entzückt und zum Mitsingen und -klatschen animiert. Eingeladen hat der Hospiz- und Palliativ-Verein Gütersloh. Foto: Marita Utlaut

Die Gruppe nahm mit ihrem fulminanten Konzert das Publikum des katholischen Gotteshauses an der Straße Unter den Ulmen mit auf eine Reise auf den afrikanischen Kontinent. Ursprünglich erwachsen ist die Musik aus dem Leid der Sklaven in Amerika. Der spirituelle Gesang half ihnen gegen den Schmerz und die Entbehrungen der Gefangenschaft. Diese Urkraft jener Musik, in deren Mittelpunkt die gute Botschaft von Jesus Christus und die Erlösung der Menschen durch den Glauben steht, war in jeder Minute des Konzerts gegenwärtig.

Zur Begrüßung stellte Chorleiterin Hildegard Feldmeier-Vogel heraus, dass der Chor mit seiner Musik Brücken bauen wolle, von Mensch zu Mensch. Musik brauche keine Übersetzung. Sie spreche von Seele zu Seele.

Herausragende Soli

Nach dem singenden Einzug des Chors und Begrüßungsworten von Arnold Bergmann (Vorsitzender des Hospiz- und Palliativ-Vereins) eröffnete Coffi Akakpo mit dem Lied »Alleluja na Yesu« (Jesus ist mitten unter uns) den Abend. Es folgten herausragende Soli von Emmy Necke mit »Amen Halleluja« und »Senzenina« (Warum müssen wir so viel leiden?), einem Lied, das zur Zeit der Apartheid in Südafrika entstand und vorgetragen durch Julia Klück mit ihrem hellen, reinen Sopran den Besuchern unter die Haut ging.

Ebenso brillierte die Sängerin mit »God is so good«, »Shine your light« und ihrer Interpretation von Leonard Cohens »Halleluja«. Josef Wöstmann trug zu eigener Gitarrenbegleitung das Stück »Yesu melisaka« in deutscher Übersetzung vor und sorgte mit einfühlsamer Stimme und gefühlvoller Unterstützung durch den Chor ebenfalls für Gänsehaut-Gefühl.

Publikum darf tanzen und mitklatschen

Es klangen aber auch heitere und unbeschwerte Töne an, bei denen das Publikum zum Tanzen und Mitklatschen aufgefordert war. Mit Unterstützung durch Gitarre, Trompete, Klarinette, Klavier, Congas, Djembe oder Didgeridoo und weiteren bemerkenswerten Soli von Giresse und Gloria Zola, Ruth Geimke-Oelmann, Cynthia Achibiri und Aimé Biola offerierte der Chor ein überwältigendes Konzert, bevor Coffi Akakpo in seiner Muttersprache Mina das Vaterunser vortrug, Chor und Besucher sich an den Händen haltend in ein mehrfaches Amen einstimmten.

Mit stehenden Ovationen endete in der Kirche ein bewegender Abend, der den Anwesenden sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

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