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Gütersloh

Grundschul-Umzug: Mehrheit gefestigt

Gütersloh (sib) - Viel Diskussion, wenig Veränderung: Gestern haben sich die Mitglieder des Schulbauausschusses einmal mehr mit der Zukunft der Grundschule Neißeweg beschäftigt. Auch nach einem umfangreichen Austausch von Argumenten einigten sich die Fraktionen darauf, sich nicht einig zu sein.

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E inen zwischenzeitlichen Umzug der Grundschule Neißeweg in die Freiherr-vom-Stein-Schule, zu sehen auf dem Foto, bevorzugen CDU, AfD, und Grüne. SPD, BfGT und FDP wünschen sich stattdessen einen Neubau am alten Standort. Foto:

Es geht darum, wie die Zukunft der Grundschule Neißeweg aussieht. Einerseits gilt die Bausubstanz des Gebäudes als angegriffen, andererseits erfordern steigende Schülerzahlen eine Lösung mit mehr Raum.

Umbau oder Neubau?

Gemeinsam ist den Gütersloher Lokalpolitikern, dass sie sich eine bestmögliche pädagogische Zukunft für die Bildungseinrichtung wünschen. Unterschiede gibt es allerdings in der Auffassung, wie sich das umsetzen lässt.

SPD, BfGT und FDP wollen einen Neubau der Schule an ihrem alten Standort (Variante C). CDU, AfD und Grüne wünschen sich stattdessen einen Umzug in die Freiherr-vom-Stein-Schule und in einen noch zu errichtenden Anbau, während der bestehende Bau für rund zwei Jahre saniert wird (Variante B).

„Man kann seine Meinung ändern. Das ist keine Schande“

An diesen Ansichten scheint sich auch nicht mehr viel zu ändern, bis die Entscheidung am Freitag, 30. April, im Rat fällt. Auch wenn gegenseitige Appelle der Fraktionen den Wunsch zeigten, dass jede Partei ihre Ansicht noch einmal überdenkt.

Christiane Ziegele (BfGT), an CDU, AfD und Grüne gewandt: „Nehmen Sie unsere Argumente auf. Man kann seine Meinung ändern. Das ist keine Schande. Das hat auch gewisse Größe.“

FDP: Nicht zwischen Kosten und Pädagogik abwägen

Argumente, die sich unter anderem mit der Nachnutzung befassen, die an der Freiherr-vom-Stein-Schule möglich wäre. Die SPD etwa spricht von einem Zentrum für den Gütersloher Norden, für das etwa die Ansiedelung eines Nahversorgers denkbar sei.

Dr. Antonia von Hirsch (FDP) machte einmal mehr deutlich, dass es bei der Zukunft der Grundschule Neißeweg nicht zu sehr um die Abwägung zwischen Kosten und Pädagogik gehen solle. Variante B soll rund drei Millionen Euro günstiger sein als ihre Alternative.

„Jeder Cent, den wir in Bildung investieren, ist ein guter Cent“

„Ja, das ist viel Geld. Aber jeder Cent, den wir in Bildung investieren, ist ein guter Cent“, sagte von Hirsch. Gleichzeitig schlug sie versöhnliche Töne an: „Dass wir den Neubau bevorzugen, heißt nicht, dass Variante B schlecht ist.“

Sogar gar nicht schlecht, wenn es etwa nach den Grünen geht. Für die Partei sprach Gabriele Diekötter: „Ich persönlich glaube, dass man die bestehende Bausubstanz gut nutzen und eine Schule mit einer gemeinsamen Identität erreichen kann.“

„Sie werden eine gute Entscheidung treffen“

Auch Dirk Ködding, Leiter der Grundschule Neißeweg, äußerte sich: „Wir präferieren aus pädagogischen Gründen einen Neubau, sind aber mit beiden Lösungen zufrieden. Sie werden eine gute Entscheidung treffen.“

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