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Gütersloh: Der Kreis und vier Kommunen legen Gründachkataster auf

Grünes Dach bietet viele Vorteile

Gütersloh (WB). Ein grünes Hausdach ist nicht nur optisch ein Blickfang, auch praktisch hat es viel zu bieten. Mit der Initiative ‚Grün sucht Dach‘, die der Kreis Gütersloh mit den Kommunen Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Steinhagen startet, sollen die Vorteile von begrünten Dächern ins Bewusstsein der Hausbesitzer und Unternehmer gebracht werden.

Mit dem neuen Gründachkataster, lokalen Förderprogrammen und Beratungsangeboten wollen der Kreis Gütersloh und einige Kommunen das Interesse an einer Gebäudebegrünung steigern. Von links: Andrea Flötotto (Stadt Gütersloh), Wilhelm Gröver (Kreis Gütersloh), Frederik Hilling (Geoplex, Osnabrück), Norbert Stienhans und Peter Rapp (Stadt Rheda-Wiedenbrück), Gabriele Siepen (Gemeinde Steinhagen), Gabriele Knabe (Stadt Gütersloh) und Ursula Thering (Kreis Gütersloh). Foto: Kreis Gütersloh

Wesentlicher Bestandteil der Initiative sind örtliche Gründachkataster, die der Kreis für die beteiligten vier Kommunen unter der Webadresse www.gruendach-kreis-gt.de zusammengeführt hat. Ab sofort können Gebäudeeigentümer in den genannten Kommunen kostenlos und ohne großen Aufwand prüfen, wie gut sich ihr Dach für eine Begrünung eignet.

Dazu gibt es Hinweise zu Planung und Bau einer eigenen Gründachanlage und Links auf weiterführende Seiten. Zudem halten die Kommunen und der Kreis Broschüren zum Thema bereit und präsentieren den Online-Check erstmals auf der Baumesse in Rheda-Wiedenbrück. Nach einer einjährigen Testphase soll das Gründachkataster auf weitere Kommunen ausgedehnt werden.

Optik und Anwendung sind fast identisch mit dem bereits bekannten Solardachkataster im Kreis Gütersloh. Über die Auswahl von Ort, Straße und Hausnummer kann man zügig zum eigenen Gebäude navigieren. Anhand der Dachneigung wird bestimmt, wie gut das Gebäude sich für ein Gründach eignet, angezeigt durch unterschiedliche Färbungen. In der Detailanalyse werden für das angeklickte Haus zum Beispiel die eingesparte Abwassermenge und -gebühr sowie die Kohlendstoffdioxid-Bindung und der gehaltene Feinstaub errechnet. Zusätzlich kann man sich eine Liste mit geeigneten Pflanzenarten anzeigen lassen. Diese richtet sich nach dem Beschattungsgrad und der geplanten Nutzung.

Gründach senkt Heizkosten

Wilhelm Gröver leitet die Abteilung Umwelt des Kreises Gütersloh: „Das Ergebnis des Online-Checks stellt eine grobe Ersteinschätzung dar. Es ersetzt keine Prüfung der konkreten Standortgegebenheiten wie zum Beispiel die Statik und individuelle Beratung durch Experten vor Ort.“ Neben dem Klima-, Hochwasser- und Naturschutz profitierten Hauseigentümer auch ganz unmittelbar von einem Gründach. Ursula Thering ist dien Klimaschutzbeauftragte des Kreises: „Das Gebäude wird optisch aufgewertet, das Gründach senkt durch seine dämmende Wirkung die Heizkosten, das Kleinklima in der Umgebung des Menschen verbessert sich, es fällt weniger Feinstaub und Abwasser an.“

In Gütersloh und Steinhagen gibt es bereits Förderprogramme zur Dach- und Fassadenbegrünung. In den Städten Rheda-Wiedenbrück und Rietberg sind vergleichbare Förderprogramme in Planung. Peter Rapp, Leiter der Abteilung Grünflächen der Stadt Rheda-Wiedenbrück, und Svenja Schröder, Klimaschutzmanagerin der Stadt Rietberg: „Die Initiative ‚Grün sucht Dach‘ ist ein weiterer Schritt in Richtung regionale Zusammenarbeit beim Klimaschutz und wichtiger Baustein zur Klimafolgenanpassung.“

Das Gründachkataster kann ab sofort unter www.gruendach-kreis-gt.de abgerufen werden. Weitere Informationen sind unter www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh oder bei der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises unter Telefon 0 52 41 / 85 27 62 erhältlich.

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