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Gütersloh

Gütersloh: A2 nach Lkw-Unfall wieder freigegeben

Gütersloh (ei)

[UPDATE] Alle drei Fahrstreifen auf der A2 bei Gütersloh sind seit Freitagmittag wieder befahrbar. Die Bergungsarbeiten sind abgeschlossen.

Nach dem Unfall am Donnerstag auf der A2 bei Gütersloh war die Autobahn fast die ganze Nacht gesperrt.

Gütersloh (ei) - Sie hatten fast die ganze Nacht gedauert. Notwendig wurden sie

nach dem Lkw-Unfall auf der A2

(Fahrtrichtung Hannover) zwischen Rheda-Wiedenbrück und Gütersloh am Donnerstagnachmittag.

Bergungsspezialist im Einsatz

Der Bergungsspezialist Peterburs aus Rheda-Wiedenbrück hatte von der Autobahnpolizei den Auftrag für die Beseitigung der Unfallspuren sowie die Bergung der Fahrzeuge erhalten. Das Unternehmen ist mit seinem riesigen Fuhrpark für solche Großeinsätze bestens gerüstet. 

Das bewies sich auch wieder bei dem jüngsten Unfall: Zunächst wurde der in Rumänien zugelassene Auflieger des vorderen Lkw entladen und das Stückgut mit eigenen Fahrzeugen zum eigenen Firmengelände gebracht. „Die Fracht war bis zu drei Metern nach vorne geschoben worden, da haben starke Kräfte gewirkt“, berichtete Peterburs-Prokurist Michael Rottkemper an der Unfallstelle. 

Nachdem seine Mitarbeiter sowohl die Zugmaschine als auch der Auflieger mit Spezialtransportern abtransportiert waren, wurden der mit Farbe beladene Auflieger des polnischen Lkw abgeladen. Die mit leicht entzündlicher Farbe gefüllten Behälter wurden mit einem Spezialfahrzeug von der Ladefläche des polnischen Lkw gehoben und auf mit Teichfolie ausgelegte Fahrzeugbehälter des Rietberger Fuhrunternehmers Kathöfer geladen. „So können wir ausschließen, dass sich die Farbe bei der Fahrt zur Entsorgung noch weiter verteilt“, berichtete Juniorchef Lukas Kathöfer. 

Erst gegen Mitternacht konnte dann auch der polnische Unfallverursacher abgeschleppt werden. Derweil verteilten die Feuerwehrleute des Löschzuges Spexard weiter Ölbindemittel auf der Fahrbahn, damit die herunter tropfende Farbe nicht weiter die Autobahn verschmutzte. 

Fahrbahn mit Heißwasser gereinigt

Der Asphalt musste in den frühen Morgenstunden ohnehin mit Hilfe eines Spezialfahrzeuges gereinigt werden, mit Heißwasser wurde die Fahrbahn porentief gereinigt. Ferner musste auch noch das kontaminierte Erdreich neben der Fahrbahn ausgekoffert werden, der Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde schätzte den Umfang auf etwa 10 bis 20 Kubikmeter. Er begleitete die Arbeiten in der Nacht, zumal die Unfallstelle in einem Wasserschutzgebiet liegt. Daher musste er auch die Frage verneinen, ob das Auskoffern nicht Zeit bis Freitag habe. 

Während sich auf der offiziellen Umleitungsstrecke der Verkehr bis in den späten Abend massiv staute, lösten sich die Staus auf der B61, dem Stadtring und der Verler Straße in der Nacht langsam auf.

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