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Gütersloh

Gütersloh: Mini-Kreisverkehr kommt später und anders

Gütersloh (din)

Eigentlich sollte der Verkehrsknotenpunkt Blessenstätte/Unter den Ulmen bis zum Sommer zu einem Mini-Kreisverkehr umgestaltet werden.

Mit einem Kreisverkehr soll der Verkehrsfluss an der Blessenstätte verbessert und sicherer gemacht werden. Ein Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass das gelingen könnte.

Gütersloh (din) - So zumindest hatte Alfons Buske, Leiter des Fachbereichs Tiefbau, es Anfang Dezember vorigen Jahres in Aussicht gestellt. Im Haushalt stehen dafür 30.000 Euro bereit. Die Politik hatte einen einstimmigen Beschluss gefasst.

Es läuft nicht rund

Doch es läuft nicht rund: Am Donnerstag im Mobilitätsausschuss musste Buske zurückrudern. „Wir hatten die Hoffnung, dass wir das mit Fertigteilen auftragen können“, sagte der Fachbereichsleiter. 

Allerdings seien die auf dem Markt verfügbaren Teile nicht für die Blessenstätte geeignet. Zum einen seien sie zu leicht überfahrbar, so dass sie nicht die gewünschte verkehrslenkende Wirkung entfalten würden. Zum anderen würden sie einer Dauerbeanspruchung durch Busse nicht standhalten. 

Im Ergebnis werde man jetzt „die Straße aufreißen“ und Bordsteine setzen müssen, sagte Buske. „Das wird etwas länger dauern.“ Die Maßnahme müsse geplant und ausgeschrieben werden. Vor den Sommerferien werde die Ausschreibung nicht fertig werden. 

Auch die Kosten steigen

Auch die Kosten würden damit steigen. In „jugendlichem Leichtsinn“ habe er die Maßnahme mit 30.000 Euro veranschlagt. Wie teuer es nun genau wird, vermochte er nicht zu sagen. „Vielleicht 50.000 Euro.“ Einiges müsse noch geprüft werden. Sobald er Klarheit habe, wolle er dem Ausschuss berichten. 

Der sogenannte Mini-Kreisverkehr soll einen Durchmesser von 18 Metern haben. In der Beschlussvorlage im vergangenen Jahr hatte es geheißen: „Er lässt sich mit verhältnismäßig wenigen Umbauten und Eingriffen in den Bestandsverkehrsflächen in die Örtlichkeit einpassen, da lediglich die besehende Verkehrsinsel Unter den Ulmen geringfügig gekürzt werden muss.“ 

Kleiner Kreisverkehr ausgeschlossen

Ein sogenannter kleiner Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 26 Metern, der als Alternative diskutiert worden war, war damals ausgeschlossen worden, weil er deutlich größere Eingriffe in den Straßenraum und damit auch Kosten mit sich brächte. Dass dort überhaupt ein Kreisverkehr angelegt werden soll, begründete die Verwaltung mit dem Umstand, dass es sich um einen Unfallhäufungspunkt handele und es immer wieder zu Konfliktsituationen zwischen Fußgängern, Rad- und Autofahrern komme. 

Außerdem spielt der Verkehrsfluss eine Rolle. Grüne und Verkehrsverbände konnten sich nur schwer mit der Maßnahme anfreunden, weil sie nicht dazu führe, dass der Durchgangsverkehr auf der Kirchstraße und der Blessenstätte gemindert werde.

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