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Gütersloh

Gütersloher Musikverein spielt geistliche Stücke

Gütersloh (gl)

Mit Gabriel Fauré und César Franck hat der Musikverein zwei außergewöhnliche Komponisten auf dem Programm für sein nächstes Konzert.

Mit Werken der Komponisten Gabriel Fauré und César Franck tritt der städtische Musikverein Gütersloh am Sonntag, 13. März, in der Gütersloher Stadthalle auf. Das Konzert in Begleitung der Nordwestdeutschen Philharmonie beginnt um 18 Uhr.

Gütersloh (gl) - Mit zwei geistlichen Werken ist der Chor des städtischen Musikvereins Gütersloh am Sonntag, 13. März, ab 18 Uhr in der Stadthalle zu Gast. Auf dem Programm stehen Gabriel Faurés „Requiem“ op. 48 sowie „Die Sieben Worte Jesu am Kreuz“ von César Franck.

Komponist verzichtet auf den „Tag des Zorns“

Obwohl er selbst als nicht sonderlich religiös gegolten habe, habe Gabriel Fauré (1845-1924) mit seinem Requiem eines der schönsten Werke dieser Gattung erschaffen, heißt es in der Ankündigung. 

Und ein außergewöhnliches noch dazu: Der Komponist verzichte etwa auf das martialische „Dies irae“ („Tag des Zorns“), das in vielen Vertonungen der lateinischen Totenmesse klangmächtig die Schrecken des Jüngsten Gerichts in Szene setze.

Vorstellung vom Tod als Streben nach dem Jenseits

An dessen Stelle trete eine andere Verheißung, nämlich die des „In paradisum“. Die lyrischen Klangfarben, die das Chorwerk kennzeichneten, setzten den Fokus auf Innigkeit und friedvolle Güte, schreibt der Musikverein. Sie unterstrichen Faurés Einstellung, wonach der Tod „nicht ein schmerzliches Erlebnis, sondern eine willkommene Befreiung, ein Streben nach dem Jenseits ist“. 

Vergebung, Heilszusage, Mitleiden: Das seien Begriffe, die auch César Franck (1822-1890) an die zentrale Stelle seiner Komposition „Les sept dernières paroles du Christ en croix“ („Die Sieben Worte Jesu am Kreuz“) rücke.

Kreuzesworte werden in polyphones Klanggewebe gehüllt

Ein Stück, das bis heute von der Kraft zeuge, die Jesu Worte hätten. Nicht die textliche Vorlage der Leidensgeschichte habe Franck für sein Chorwerk gewählt, sondern allein die Kreuzesworte in ein polyphones Klanggewebe gehüllt. 

Dabei sei es ihm um die musikalische Vertiefung dessen gegangen, was hinter dem Geschehen von Golgatha stehe: Verlassenheit, Not, Erlösung und Gottergebenheit. Der Chor des Städtischen Musikvereins singt unter Leitung von Thomas Berning.

An diesen Stellen gibt es Tickets

In den Solopartien sind Giulia Montanari (Sopran), Uwe Stickert (Tenor) sowie Ansgar Theis (Bariton) zu hören. Die Nordwestdeutsche Philharmonie übernimmt den orchestralen Part. Eintrittskarten kosten 10, 20, 25 und 30 Euro. Sie sind erhältlich bei Gütersloh Marketing unter 05241/2113636 sowie im Internet. 

Schüler und Studierende erhalten eine Ermäßigung von sechs Euro. An der Abendkasse haben Schüler bis zu einem Alter von 18 Jahren gegen Vorlage eines gültigen Schüler- oder Studentenausweises freien Eintritt. Für den Konzertbesuch gilt die dann aktuelle Corona-Schutzverordnung. 

Weitere Infos finden Interessenten im Internet.

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