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Facebook-Nutzer beenden irrtümlich die britische Präsenz in Gütersloh

Haubitzen ziehen ab, Regiment bleibt

Gütersloh (WB). In den sozialen Medien im Internet wird das in der Mansergh-Kaserne stationierte 26. Königliche Artillerieregiment bereits verabschiedet. Anlass dafür ist ein vom Regiment ins Netz gestelltes Foto von einer Panzerhaubitze, die durch ein von Soldaten gebildetes Spalier fährt.

Stephan Rechlin

Angehörige des 42. Königlichen Artillerieregimentes verabschieden Panzerhaubitzen vom Typ AS 90 aus der Mansergh-Kaserne an der Verler Straße in Gütersloh. Foto:

Facebook-Nutzer interpretieren dieses Bild als das offizielle Ende der britischen Präsenz in Gütersloh. Doch soweit ist es noch nicht: Tatsächlich verabschieden Angehörige des Regiments nur ihre bislang an der Verler Straße stationierten, 45 Tonnen schweren Haubitzen (Kaliber 155 Millimeter) vom Typ Artillery System 90 (AS 90), mit der die Einheit seit 25 Jahren ausgestattet ist. Für die Soldaten ist das ein emotionaler Moment, da sie mit dem Waffensystem zahlreiche Kampfeinsätze bewältigt haben. Für Gütersloh aber hat es keine tiefere Bedeutung, außer der Tatsache, dass die Haubitzen (maximale Feuerreichweite 32 Kilometer) dort stationiert waren.

Mit Waffensystem zahlreiche Kampfeinsätze bestanden

Entscheidender für das endgültige Ende britischer Präsenz in Stadt und Kaserne dürfte der Abschlussjahrgang 2019 der Kings School werden. Es ist die einzige verbliebene, weiterführende Schule der britischen Armee in Deutschland. Wenn sie im nächsten Sommer schließt, wird die Kaserne tatsächlich nicht mehr gebraucht.

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