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Gütersloh

Hoffnungsschimmer für das Elendsquartier

Gütersloh (gl) - Seine Schule liegt in einer der ärmsten Gegenden Afrikas, einem Slum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Doch Schulleiter George Makori ist stolz auf seine Schule und die 42 Kinder, die den Unterricht besuchen. Jetzt geht er eine Verbindung mit einer Gütersloher Schule ein.

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Makoris Stolz drückt sich auch im Schulmotto aus: „Ever the best“ (Deutsch: „Immer das Beste“). An diesem bescheidenen Ort will er sein Bestes geben, um den ihm anvertrauten Mädchen und Jungen Bildung zu vermitteln und Geborgenheit zu spenden.

Wo die Ärmsten der Armen zur Schule gehen

Dementsprechend könnten die Ärmsten der Armen laut einer Mitteilung des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums dort etwas tun, was ihnen nirgendwo sonst in Nairobi vergönnt sei: lernen, ohne Angst vor Gewalt haben zu müssen. Die Gütersloher Schule habe nun beschlossen, eine Partnerschaft mit der St. Joseph Junior School einzugehen.

Zum einen hoffe man, damit die Partnerschule in Nairobi finanziell unterstützen zu können, heißt es weiter. Zum anderen biete eine Partnerschaft den Schülern beider Länder die Chance, mehr über das Leben der anderen zu erfahren.

Kenia-Projekt im Evangelisch Stiftischen Gymnasium

Auf Initiative von Englischlehrerin Yvonne Bansmann seien bereits erste Kontakte zwischen den Schulen geknüpft worden. Die Kinder der Jahrgangsstufe fünf hätten ein Kenia-Projekt veranstaltet. Weitere Projekte sollen folgen.

Die St. Joseph Junior School, die George Makori 2016 gegründet hat, umfasst die Klassen eins bis sechs. Drei Lehrer teilen sich die pädagogische Arbeit. Die drei Klassenzimmer sind einfach ausgestattet, aber sauber. Eine Köchin kümmere sich an der Schule um Frühstück und ein warmes Mittagessen. Der Unterricht setzt auf kooperative Lernformen, die zu Selbstständigkeit erziehen sollen.

Eine Welt von Hoffnungslosigkeit, Krankheit und Schmutz

Die oftmals traumatisierten Kinder stammen laut Mitteilung aus Elendsvierteln, in die sie nach dem Unterricht zurückkehren – in zerrüttete Familien, in eine Welt von Hoffnungslosigkeit, Krankheit und Schmutz. George Makori wolle ihnen helfen, dem Teufelskreis der Armut zu entkommen.

Um die laufenden Kosten zu decken, ist die Schule auf Spenden angewiesen, die unter anderem von der evangelischen Kirche und von zwei weiteren Organisationen gesammelt werden. Bezahlt werden müssen unter anderem die Gebäudepacht, die Lehrergehälter und die Schulmaterialien. Weitere Kosten kommen über Essen und Medikamente zusammen.

An eine bessere Ausstattung ist derzeit nicht zu denken

An eine bessere Ausstattung der Klassenzimmer, gar die Anschaffung eines zweiten Computers, sei derzeit nicht zu denken. Auch könne die Schule wegen Geldmangels nicht so viele Kinder aufnehmen, wie eigentlich nötig. Deswegen seien Spenden gern gesehen. Weitere Informationen gibt es im Internet.

www.habarikenia.de

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