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Gütersloh: BfGT, Grüne und Linke stellen neuen Antrag für Flüchtlingskinder

Im Kleinbus zur Schule

Gütersloh (WB). Flüchtlingskinder aus der Parsevalsiedlung sollen so schnell wie möglich mit Kleinbussen morgens zur Schule abgeholt und nachmittags wieder zurückgebracht werden. In einem Antrag an den Bildungsausschuss fordern BfGT, Grüne und Linke außerdem den Einsatz von Schülerlotsen am Zentralen Omnibus Bahnhof (ZOB) – ebenfalls so schnell wie möglich.

Stephan Rechlin

Deutsche Schulkinder können fragen, ob sie in den richtigen Bus gestiegen sind. Flüchtlingskinder nicht. Foto: dpa

Mit dem Wunsch nach einem Schülerspezialverkehr für Flüchtlingskinder war BfGT-Ratsfrau Christiane Ziegele vor den Sommerferien bei der Stadtverwaltung abgeblitzt. Gegenargumente: Was den einen gewährt, darf anderen nicht vorenthalten werden. Außerdem werde den Eltern von Flüchtlingskindern ermöglicht, ihre Kinder kostenlos im Bus zu begleiten.

Kind irrt auf dem ZOB umher

Zwei Anlässe führen zum neuen Vorstoß. Zum einen hat ein Schulkind in der vergangenen Woche am ZOB seinen Anschlussbus zur Grundschule Isselhorst verpasst und irrte dort umher. Polizei und Verwaltung mussten einspringen. Zum anderen wies eine Flüchtlingsbetreuerin in dieser Woche darauf hin, dass die aus der Parsevalsiedlung stammenden Flüchtlingskinder morgens auf dem Standstreifen der Bundesstraße 513 (Marienfelder Straße) auf ihren Bus warteten, also direkt am Fahrbahnrand. In der dunklen Jahreszeit seien schwere Unfälle dort nur noch eine Frage der Zeit.

Die Schulleiter der Kapellenschule und der Grundschule Isselhorst haben der Verwaltung die Zustände in Briefen mitgeteilt. Die Leiterin der Geschwister-Scholl-Realschule wies darauf hin, dass auch jüngere Kinder an weiterführenden Schulen noch große Probleme hätten, im Gewimmel am ZOB zurechtzufinden. In ihrem Antrag weisen die Fraktionen darauf hin, dass die Schüler weitaus länger als die gesetzlich erlaubte Stunde zur Schule unterwegs sind. Eltern hätten keine Zeit, sie zu begleiten.

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