1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Guetersloh
  6. >
  7. Integration von Frauen

  8. >

Entwurf des Arbeitsmarktprogramms 2020 zugestimmt

Integration von Frauen

Gütersloh(WB). Dem 23 Seiten starken Entwurf des Arbeitsmarktprogramms des Jobcenters des Kreises Gütersloh wurde am Montag, 20. Januar, im Ausschuss für Arbeit und Soziales einstimmig zugestimmt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet 2020 die Förderung der beruflichen Integration von Frauen.

Fachkräftemangel, die Digitalisierung der Arbeitswelt und die Zuwanderung sind immer noch bestimmende Themen für die Wirtschaft 14,2 Millionen Euro stehen dem Jobcenter in diesem Jahr für die Umsetzung des Programms zur Verfügung. Foto:

Die Prinzipien „Fachkräfte entwickeln“, „Arbeitskräfte vermitteln“, und „Teilhabe ermöglichen“ bestimmen weiterhin das arbeitsmarktbezogene Handeln des Jobcenters. Denn der Fachkräftemangel, die Digitalisierung der Arbeitswelt und die Zuwanderung sind immer noch bestimmende Themen für die Wirtschaft des Kreises. 14,2 Millionen Euro stehen dem Jobcenter in diesem Jahr für die Umsetzung des Programms zur Verfügung. Nach Diskussion des Entwurfs des Arbeitsmarktprogramms in den Fraktionen soll das Programm im März dieses Jahres im Kreistag beschlossen werden.

Fachkräftemangel weiterhin ein dominierendes Thema

Der Fachkräftemangel bleibt weiterhin ein dominierendes Thema für kleinere wie größere Betriebe in Ostwestfalen. „Wir wissen, dass gut drei Viertel aller erwerbsfähigen Leistungsberechtigten über keine abgeschlossene Ausbildung verfügen und zwei Fünftel keinen Schulabschluss haben“, berichtete Björn Haller, Abteilungsleiter Steuerung des Jobcenters. „Vor diesem Hintergrund und auch hinsichtlich der fortschreitenden Digitalisierung ist die Aus- und Weiterbildung ein wesentlicher Faktor für die Standortsicherung.“ Von daher sei es sehr wichtig, geeignete Personen für Qualifizierungsmaßnahmen frühzeitig zu identifizieren.

Fred Kupczyk, Dezernent des Jobcenters Kreis Gütersloh

In 2020 und den Folgejahren soll ein Hauptaugenmerk auf die Vermittlung von Frauen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gelegt werden. „Die Integrationsquote der Frauen in 2019 bleibt mit 16,4 Prozent weit hinter der der Männer mit 33,9 Prozent zurück. Das wollen wir ändern“, betonte Fred Kupczyk, Dezernent des Jobcenters Kreis Gütersloh. Vor diesem Hintergrund zählen in diesem Jahr schwerpunktmäßig Angebote zum Wiedereinstieg ins Berufsleben und zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie wohnortnahe Unterstützungsangebote für Alleinerziehende zu den Handlungsfeldern des Jobcenters. „Der Erwerb deutscher Sprachkenntnisse ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche berufliche Integration. Aber auch danach fehlt manchmal die berufliche Perspektive“, erläuterte Kupczyk. Hier sollen Angebote zur beruflichen Orientierung in Werkstätten bis zur Verbesserung berufsbezogener Deutschkenntnisse helfen, die Menschen in Arbeit zu bringen.

Das Jobcenter legt ein besonderes Augenmerk auf die berufliche Integration und soziale Teilhabe von Menschen mit gesundheitlichen und behinderungsbedingten Beeinträchtigungen. „Wir beabsichtigen in Eigenregie ein Konzept für die Beratung und Förderung dieser Menschen zu entwickeln und umzusetzen“ erklärte Haller. „Das Konzept soll darauf ausgerichtet sein, Kompetenzen und Instrumente und miteinander zu verzahnen.“

Startseite