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Softwareprobleme behindern Übermittlung der aktuellen Werte zu LZG und RKI

Inzidenzwert im Kreis Gütersloh unklar

Gütersloh (WB/in)

Erneut weichen Corona-Zahlen aus Ostwestfalen-Lippe von denen ab, die das nordrhein-westfälische Landeszentrum für Gesundheit (LZG) und das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin für die Region melden. Betroffen ist diesmal der Kreis Gütersloh.

 

Archivfoto aus einem Corona-Testzentrum am Berufskolleg in Halle. Foto: Panhorst

Doch anders als im Falle der Stadt Bielefeld, wo verspätete Nachmeldungen seitens der Stadt der Grund sind, ist die Ursache in Gütersloh nach Angaben der Kreisverwaltung technischer Art. Daten seien zwar eingegeben worden. Ein Softwareproblem habe aber dazu geführt, dass sie nicht übertragen worden seien. Als Folge davon sei die Inzidenzzahl bei LZG und RKI aktuell deutlich niedriger.

Zu befürchten ist aber, dass sie bei der Korrektur wie im Fall Bielefelds deutlich ansteigen wird. Der Inzidenzwert ist maßgeblich für Einschränkungen aufgrund der Corona-Verordnung. Die Bundesregierung strebt eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50 an. Davon sind alle Landkreise in OWL und die Stadt Bielefeld weit entfernt. An der Spitze liegt aktuell wieder der Kreis Höxter mit knapp über 200. Der nordrhein-westfälische Landesdurchschnitt beträgt 107. Darunter liegen in OWL nur die Kreise Paderborn und Gütersloh.

Betroffen ist von dem Übermittlungsfehler unter den Behörden auch die Zahl der Todesfälle. „Es ist davon auszugehen, dass die Zahlen am Samstag in den LZG- und RKI-Daten berücksichtigt sind. Ob bis dahin auch die Zahl der Todesfälle auf dem gleichen Stand ist, bleibt abzuwarten“ teilt der Kreis Gütersloh mit. Das Landratsamt selbst zählt seit Beginn der Pandemie 206 Corona-Todesfälle, zwei mehr als Vortag. Gestorben sind zwei über 80-jährige Personen aus Gütersloh und Halle (Westf.).

Zum Stand 22. Januar, 0 Uhr, waren nach Kreis-Angaben im Raum Gütersloh 12.227 laborbestätigte Corona-Infektionen erfasst, 66 mehr als am Vortag. Diese Zahl schließt alle Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie ein. Aktuell infiziert sind es 619, 52 weniger als am Vortag. Aus seinen eigenen Zahlen errechnet der Kreis einen Inzidenzwert von 102,1.

Von den 619 noch infizierten Personen befinden sich 539 in häuslicher Isolation. Laut Auskunft der vier Krankenhäuser werden derzeit 80 Patienten (21. Januar: 89) stationär behandelt. Davon müssen 10 Personen (21. Januar: 13) intensivmedizinisch versorgt und 8 beatmet werden (21. Januar: 9).

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