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Nachwuchs-Landwirte aus dem Kreis auf der Grünen Woche aktiv

Jungbauern als Botschafter

Gütersloh (WB). Auf vielen Feldern unterwegs sind die Junglandwirte Mattis Spexard (21) aus Gütersloh, Christoph Sandhäger (23) aus Rheda-Wiedenbrück und Carolin Wagemann (20) aus Borgholzhausen während der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Sie wollen den großstädtisch geprägten Messebesuchern Einblicke im Stall und auf Acker sowie vom Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof geben.

Mattis Spexard (21/im Bild) aus Gütersloh sowie seine Kollegen Carolin Wagemann (20) aus Borgholzhausen und Christoph Sandhäger (23) aus Rheda-Wiedenbrück möchten auf der Grünen Woche in Berlin den Messebesuchern die heimische Landwirtschaft näher bringen. Foto:

Insgesamt 17 Junglandwirte aus Westfalen-Lippe sind auf der weltweit größten Messe für Ernährung und Landwirtschaft als Botschafter ihres Berufsstandes aktiv. Im Bühnenprogramm der NRW-Halle sowie an einem Aktions- und Informationsstand zur grünen Berufsbranche in Westfalen-Lippe sind sie präsent.

Über Arbeit, Hof und Liebe zum Beruf

Die Jungbauern Carolin Wagemann (20) aus Borgholzhausen, Mattis Spexard (21) aus Gütersloh und Christoph Sandhäger (23) aus Rheda-Wiedenbrück berichten auf der Messe, wie sie arbeiten, von ihrem Hof und ihrer Liebe zum Beruf. Offen und ehrlich wollen sie den Messebesuchern und Großstädtern erzählen und zeigen, wie und warum sie etwas tun, oder auch nicht tun.

Carolin Wagemann und Mattis Spexard sind erstmalig in dieser Form in Berlin dabei. Christoph Sandhäger hat schon im vergangenen Jahr auf der Grünen Woche die hiesige Landwirtschaft den Messebesuchern näher gebracht. „Wir sind beim letzten Mal auf ganz viel Verständnis, Zuspruch und offene Ohren gestoßen“, berichtet Christoph Sandhäger.

Trio wurde in einem Seminar für den Verbraucherdialog geschult

Zuvor sind die jungen Leute in einem Seminar des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes für den Verbraucherdialog geschult worden, um in Wort, Bild, Text und Person Einblicke aus ihrem Hofalltag zu geben. Mit einer knappen, verbrauchergerechten Präsentation vom heimischen Hof oder einem anderen landwirtschaftlichen Thema werden sie sich im Bühnenprogramm der NRW-Halle präsentieren.

Im Anschluss an die Präsentationen gibt es für die Messebesucher eine kleine Verkostung der Produkte des jeweiligen Hofes – von westfälischem Schinken bis zu kreativen Milchshakes. Weiterhin werden die jungen Landwirte und Landwirtinnen einen Aktions- und Informationsstand zur Landwirtschaft in Westfalen-Lippe betreuen. Hier können die Messebesucher beim Bauernhof-Buzzerspiel gegeneinander antreten und mit den jungen Landwirten und Landwirtinnen über Landwirtschaft diskutieren.

Christoph Sandhäger

„Wir wollen erklären, warum es zu den Bauernprotesten seit letztem Herbst gekommen ist“, sagt Christoph Sandhäger. Nicht nur das: Sie wollen verdeutlichen, dass Milch nicht nur aus der Kühltheke kommt, sondern von der Kuh und Bauern einen angemessenen Preis bekommen müssen. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass die Standards zum Beispiel für die Erzeugung von Nahrungsmitteln und die Standards für die Tierhaltung in Deutschland weltweit die höchsten sind“, unterstreicht Mattis Spexard.

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