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Gütersloh

Karstadt-Gebäude wechselt erneut Besitzer

Gütersloh (din) - Die Karstadt-Immobilie hat erneut den Besitzer gewechselt. Die RFR Holding, die sie erst im Herbst zusammen mit weiteren Häusern etwa in Lübeck erworben hatte, hat sie weiterverkauft, wie aus dem Rathaus zu erfahren war.

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Binnen weniger Wochen hat die Immobilie in der Gütersloher Innenstadt zweimal den Besitzer gewechselt. Das erhärtet den Verdacht, dass es der RFR Holding in Frankfurt von Anfang an gar nicht um das Gütersloher Haus gegangen ist, sondern dieses nur Beiwerk in einem größeren Immobilienpaket war. Foto:

Bei der RFR-Holding in Frankfurt erklärte eine Sprecherin – wie schon bei früheren Anfragen: „Kein Kommentar.“ Käuferin ist eine Gesellschaft in Luxemburg, die Ionic Ix S.a.r.l. Sie gehört zu Apollo Global Management, einem Investment- und Beteiligungsunternehmen mit Sitz in New York und Niederlassung in Frankfurt. Dort war am Montag keine Auskunft zu bekommen.

Bisher habe es nur eine telefonische Information durch den alten Ansprechpartner der RFR-Holding gegeben, sagte Bürgermeister Norbert Morkes (BfGT) dieser Zeitung. Ein offizielles Schreiben stehe noch aus. Für alle Beteiligten in Gütersloh, ob im Rathaus, in der Politik oder im Handel, kam diese Nachricht überraschend. Unklar ist auch, was sich daraus für die bisherigen Pläne ergibt.

Mitte Dezember hatte Stadtbaurätin Nina Herrling noch im Ausschuss für Planung, Bauen und Immobilien berichtet, der Eigentümer (RFR) wolle das Haus weiter als Handelsimmobilie nutzen und habe ein tragfähiges Konzept vorgestellt, das eine gute Frequenz für die Innenstadt mit sich bringen werde. Das klang zunächst beruhigend. Während der Bauzeit sollten sogar temporäre Nutzungen der Stadt zugelassen werden.

Nach Informationen dieser Zeitung sahen die zuletzt vorgestellten Pläne vor, die Immobilie binnen zwei Jahren umzubauen und wieder zu öffnen. Im Untergeschoss sollte es wieder Lebensmittel geben. Die Rede war außerdem von mehreren Frequenzbringern, darunter sollen zwei aus Gütersloh gewesen sein.

„Das hat mich auch überrascht“, sagte Heiner Kollmeyer, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, zum neuerlichen Verkauf. Die Politik sei bisher nicht informiert worden. Das Ganze sei schon merkwürdig. Man müsse sich ohnehin Gedanken machen, wie es dort weitergehe. Rainer Schorcht, Vorsitzender des Gütersloher Einzelhandels: „Ich bin sehr erstaunt. Alles, was dazu führt, dass es länger dauert, schadet der Stadtentwicklung.“

Als gesichert gelten darf: Seinen letzten Öffnungstag hat das Gütersloher Warenhaus hinter sich. „Dauerhaft geschlossen“ heißt es bereits in einem großen Suchportal im Internet. Angekündigt worden war die Schließung bis zum 31. Januar. Und bis dahin dürfen die Geschäfte wegen der Corona-Auflagen ohnehin nicht wieder öffnen. Presseanfragen zum Standort Gütersloh ließ die Zentrale von Galeria Karstadt Kaufhof in Essen in den vergangenen Wochen und Monaten unbeantwortet.

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