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Buch-Projekt in der Portugiesischen Vereinigung vorgestellt

Klassiker ist übersetzt

Gütersloh (WB). Tobias Kylguss aus Gütersloh und Isabel Remer aus Bielefeld haben am Sonntag in der Portugiesischen Vereinigung Gütersloh das zweisprachige Buch »Das kleine Mädchen aus dem Meer« (A Menina do Mar) von Sophia Mello Breyner Andresen vorgestellt.

Gelungene Buchvorstellung bei der Portugiesischen Vereinigung (von links): Tobias Kylguss, Nuno Silvestre, Bürgermeister Henning Schulz, die Vorsitzende Anabela Lopes, die Übersetzerin Isabel Remer, Jorge Figueiredo, Frank Stockmeyer und Nelson Rodrigues. Foto: Miguel Loureiro

»Das Buch ist in Portugal bei jedem Schulkind bekannt, weil es im Bildungsprogramm fest verankert ist«, sagte Isabel Remer, die das Märchen ins Deutsche übersetzt hat. Zusammen mit dem portugiesischen Oxalá-Verlag aus Dortmund wurde mit dieser Veröffentlichung literarische Geschichte geschrieben, denn nun kann man diesen portugiesischen Literaturklassiker auch auf Deutsch lesen.

Präsentation am »Dia de Portugal«

Der in Gütersloh geborene Künstler Tobias Kylguss hat das Buch gestaltet. »Es ist bemerkenswert, dass an diesem Projekt zwei Personen aus Ostwestfalen beteiligt sind«, meinte Nelson Rodrigues vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Gütersloh, der die Buchvorstellung moderiert hat. Die Initialzündung dafür ergab sich im privaten Bereich. Isabel Remer erzählte im Freundeskreis über das Buch und hat einige Passagen übersetzt. Ihre deutschen Freunde haben sie motiviert, die ganze Geschichte ins Deutsche zu übertragen. Zur Präsentation des Buches wurde ein besonderes Datum ausgewählt, nämlich der »Dia de Portugal«, der eine ähnliche Bedeutung hat wie der 3. Oktober für Deutschland.

Mädchen aus dem Meer liebt Jungen vom Land

Beide Ereignisse waren Grund genug für Bürgermeister Henning Schulz, den Verein an seinem Sitz zu besuchen. In seinem Grußwort hatte er den Stellenwert dieser Migrantenorganisation für die Integration der Portugiesen ins Gemeinwesen betont. Im Buch wird die Liebesgeschichte des kleinen Mädchens aus dem Meer mit einem Jungen vom Land erzählt, die auf die Probe gestellt wird. Zwei unterschiedliche Welten treffen aufeinander, führen zu Konfrontationen und Abwendung.

Nachdem beide Hauptfiguren um die Freundschaft kämpfen müssen, gelingt zum Abschluss jedoch das »Happy End«. Bei der anschließenden Buch-Besprechung mit den Gästen wurden literarische und kulturelle Themen im Ländervergleich besprochen. »Ich habe sehr viel über die Portugiesen und Portugal erfahren und dafür möchte ich mich bedanken«, war das Resümee eines Teilnehmers. Im Buch selbst wird die Fremdheit der unterschiedlichen Welten aufgelöst und die Gegensätze als Reichtum erkannt.

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