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Gütersloh: Planungsausschuss lehnt Radwege auf Friedrich-Ebert-Straße ab

»Lasst uns die Piste doch untertunneln«

Gütersloh (WB). »Einigen von ihnen scheint es in dieser Frage an Vorstellungskraft zu fehlen« – mit diesen Worten kommentiert Maik Steiner (Grüne) die Abfuhr des Planungsausschusses an den Antrag der Grünen, zwei von vier Fahrbahnen der Friedrich-Ebert-Straße in Radwege umzuwandeln.

Stephan Rechlin

Am Dienstag Abend wären zwei Radspuren auf der Friedrich-Ebert-Straße kein Problem gewesen. Foto: Stephan Rechlin

Genau genommen fehlte allen Abgeordneten außer den beiden Grünen die Vorstellungskraft dafür. Bei einer Last von »mehreren 10.000 Fahrzeugen« am Tag vermochte etwa Detlev Kahmen keinen Weg zu erkennen, »wie man das ansatzweise hinbekommen könnte.« Kahmen warnte vor Staus, Ausweichverkehr auf Schleichwege und die Verlagerung von Emissionen in Quartiere, die doch eigentlich frei von solch einer Verkehrslast bleiben sollen: »Das wäre einfach nur unfair.«

Eine Ansicht, die Dr. Thomas Krümpelmann (SPD) teilte: »Mit solch einem Vorschlag schaden Sie den Bürgern der Stadt.« Krümpelmann fehlte darüber hinaus auch noch die Vorstellungskraft, die weiteren Punkte des Grünen-Antrages einfach so mitzutragen. Auf Radfahrer abgestimmte Ampelschaltungen, Piktogramme zur Nutzung von Fahrbahnen durch Radfahrer, Aktionen zur Wahrung des Sicherheitsabstandes zwischen Pkws, Lkws und Radfahrern – der SPD war all’ das viel zu aufwändig, die anderen Fraktionen stimmten immerhin einer Prüfung dieser Wünsche zu.

FDP schlug Untertunnelung vor

Norbert Bohlmann (UWG) erinnerte an den FDP-Antrag zur Untertunnelung der Friedrich-Ebert-Straße, »wo wir schon mal bei wilden verkehrspolitischen Ideen sind.« Diese Idee wiederum fand Almuth Wessel (Linke) gar nicht mal so übel, wobei auch der Grünen-Antrag einen gewissen Charme habe: »Damit wären die Blitzer in der Unterführung auf einen Schlag überflüssig.«

Norbert Morkes (BfGT) erinnerte an die Konflikte mit Radfahrern in der Fußgängerzone: »Ein verkehrspolitischer Fortschritt wäre es schon, wenn alle Verkehrsteilnehmer mehr Rücksicht aufeinander nehmen würden.«

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