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Pfarrer Andreas Walczak-Detert in den Ruhestand verabschiedet

Letzte Predigt von heimischer Kanzel

Gütersloh (WB). Er hat die evangelische Kirchengemeinde in Gütersloh durch sein Wirken in den vergangenen 17 Jahren maßgeblich geprägt: Pfarrer Andreas Walczak-Detert geht zum Mai in den verdienten Ruhestand. Jetzt wurde der bald 65-Jährige verabschiedet. Die Verabschiedung fand, wie sollte es auch anders sein, in der Martin-Luther-Kirche statt. Zu dem Gottesdienst waren etliche Gütersloher erschienen, um die letzte Predigt des Pfarrers zu erleben.

Laura Gehle

Superintendent Frank Schneider (links) verabschiedet Andreas Walczak-Detert in den Ruhestand. 17 Jahre hat er in der evangelischen Kirchengemeinde gewirkt. Foto: Laura Gehle

Andreas Walczak-Detert kann auf einen bewegten Lebensweg zurückblicken: Nach dem Abitur in Bünde folgte das Studium der evangelischen Theologie in Bethel, Heidelberg und Göttingen, bevor er sich zunächst in Bielefeld-Dornberg niederließ. Daran schloss sich die erste Pfarrstelle im Ruhrgebiet an, um danach eine Tätigkeit als Gemeindepfarrer in Bielefeld-Brake wahrzunehmen. Schon hier setzte Walczak-Detert mit Kindergottesdiensten, Diakonie und Kirchenfreizeiten früh die Schwerpunkte seines Wirkens.

Ein Jahr lang gibt es keine Verpflichtungen

Im Jahr 2000 kam er schließlich in den Kreis Gütersloh, um hier schon nach kurzer Zeit die Öffentlichkeitsarbeit und die Stadtkirchenarbeit umzugestalten. Ihn persönlich haben fünf Merkmale seiner Arbeit besonders bewegt: »Die vielen Gottesdienste, die Kirchenmusik, das anspruchsvolle Unterfangen der offenen Kirche, die Diakonie und die Kultur.«

Diese Aufgaben will das ehemalige öffentliche Gesicht der evangelischen Kirchengemeinde nun abgeben; sich selbst hat er eine deutliche Zäsur verordnet. Ein Jahr lang gibt es keine Verpflichtungen, stattdessen eine Reise mit seiner Frau.

»Die Kirche muss auch immer eine lernende Kirche sein.«

Seine letzte Predigt leitete Walczak-Detert an diesem Tag anhand des Propheten Jeremiah ein: »Suchet der Stadt Bestes!« Selbst in Krisen, in denen die Welt fragwürdig erscheint, sollen sich die Menschen weiterhin gemeinsam für die Stadt einsetzen. Aber auch die Kirche hat Aufgaben zu erfüllen: »Die Vorarbeit für die Gottesdienste muss sehr sorgfältig erfolgen. Die Kirche muss auch immer eine lernende Kirche sein.«

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