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Gütersloh: Protest aus dem Langertsweg in Blankenhagen findet kein Gehör

Linie 211 darf weiterrollen

Gütersloh (WB). Die Buslinie 211 ist ein Dauerbrenner in Blankenhagen. Seit der Fahrplanänderung 2015 hagelte es Proteste. Daraufhin wurde der Fahrplan umgestellt – und rief prompt neue Proteste hervor.

Stephan Rechlin

Die Stadtbuslinie 211, derzeit im Fußball-WM-Fieber, darf ihre Haltestellen zwischen dem ZOB und Blankenhagen weiter zu ansteuern wie bisher. Der Planungsausschuss will die aktuelle Routenführung beibehalten. Foto: Stephan Rechlin

Gegen die Linienumstellung im Herbst 2015 hatten 600 Blankenhagener mit ihren Unterschriften protestiert. Der Bus solle so fahren wie bisher, also sowohl die ehemaligen Haltstellen der Linie 209 als auch die neu ausgebauten Haltstellen mitnehmen. Vor allem Niehorst sollte weiterhin angebunden bleiben.

Diese Änderungswünsche flossen in den neuen Routenplan im Oktober 2016 ein. In zwei Testphasen wurden die Auswirkungen anschließend geprüft; die Ergebnisse wurden dem Planungsausschuss in der jüngsten Sitzung vorgelegt. Der neue Streckenverlauf beschert der Buslinie 211 nach Blankenhagen und Niehorst demzufolge mehr Fahrgäste. Seit der Änderung stiegen täglich hundert Menschen mehr in den Bus. Auch die anfänglichen Verspätungen sind deutlich reduziert worden, teilte der städtische Verkehrsplaner Michael Wewer dem Ausschuss mit. Die Stadt schlug dem Ausschuss darum vor, es bei der derzeitigen Linie zu belassen.

Einspruch aus dem Langertsweg

Dagegen aber erheben die Anlieger des Langertsweg Einspruch. Ihre Straße sei eben erst saniert und der Straßenverlauf verengt worden. Jetzt den Bus dort alle halbe Stunde durchfahren zu lassen, sei kontraproduktiv. Die höheren Fahrgastzahlen seien vor allem auf eine gewachsene Bewohnerzahl in Blankenhagen zurückzuführen, nicht auf die neue Streckenführung. In einem Brief an die Stadt schlugen die Anwohner drei Alternativstrecken vor, um den Langertsweg zu schonen und dennoch den Zeitplan einzuhalten. Doch diese Alternativen spielten in der Ausschuss-Debatte keine Rolle mehr. Laut Jutta Hanitzsch, Leiterin der Stadtwerke-Verkehrsbetriebe, haben die Verspätungen auf der Linie 211 weiter abgenommen. Im ersten Quartal 2018 seien neun Prozent der Fahrten um mehr als zwei Minuten verspätet gewesen, konkret im Durchschnitt um 3,7 Minuten. Um die Fahrgäste – auch auf den anderen Linien - über die Verspätungen zu informieren, bauten die Stadtwerke gegenwärtig eine Technik auf, die es ermögliche, den Stand der Verspätung fortlaufend anzuzeigen – eine Technik, wie sie das Unternehmen moBiel etwa auf der Linie 87 von Isselhorst nach Gütersloh einsetze. Acht Haltestellen in Gütersloh seien damit bisher ausgerüstet.

»Die Fahrgastzahlen steigen, die Verspätungen nehmen ab. Was wollen wir mehr? Wir stimmen dem neuen Fahrplan so zu wie er jetzt umgesetzt wird«, formulierte Dr. Thomas Krümpelmann (SPD) ein Fazit, dem sich die anderen Fraktionen überwiegend lobend anschlossen.

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