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Gütersloh

Liz Mohn Musikstiftung unterstützt Ukrainehilfe

Gütersloh (jed)

Singen verbindet - davon ist Stifterin Liz Mohn überzeugt. Mit dem Erlös eines Benefizkonzertes unterstützt sie Angebote für Geflüchtete.

Treffen im Haus an der Kirchstraße 10 a: (v. l.) Karin Elsing (Leitungsteam Arbeitskreis Asyl), Katharina Stein (Diakonie Flüchtlingsberatung), Kateryna Havrylenko, Olesia Malikova (beide Geflüchtete), Nadine Lindemann (Liz Mohn Kultur und Musikstiftung), Björn Neßler (Vorstand Diakonie), Michel Gwosdek (Vorstand „Willkommen in Rheda-Wiedenbrück“), Ilka Mähler (Vorstand DRK Kreisverband), Olexandra Yakolewa (Geflüchtete), Maruianna Khachikyan (Dolmetscherin) und Delia Spexard (Sozialdienst katholischer Frauen).

Gütersloh (jed) - Rund 1000 Geflüchtete aus der Ukraine leben derzeit in der Dalkestadt. 464 haben in Städtischen Einrichtungen in Rheda-Wiedenbrück ein sicheres neues Zuhause gefunden. Betreut werden die Menschen in beiden Städten von verschiedenen karitativen Einrichtungen. Mit einer Spende in Höhe von insgesamt 17 500 Euro unterstützt die Liz Mohn Kultur und Musikstiftung die Arbeit der Haupt- und Ehrenamtlichen.

Die Spendensummen wurde zwischen der Diakonie Gütersloh (6000 Euro), dem DRK-Kreisverband Gütersloh (6000 Euro), dem Sozialdienst katholischer Frauen (2000 Euro), dem Arbeitskreis Asyl der evangelischen Kirchengemeinde (2000 Euro) sowie dem Verein „Willkommen in Rheda-Wiedenbrück“ (1500 Euro) aufgeteilt. Gesammelt worden war das Geld Anfang Mai beim Benefiz-Opernstudio-Konzert „Weltsprache Musik“.

Erlös des Benefizkonzerts für die Ukrainehilfe

Fünf jungen Sängerinnen und Sänger des Internationalen Opernstudios der Berliner Staatsoper Unter den Linden waren damals im Theater Gütersloh aufgetreten. Schnell stand fest, dass der Reinerlös des Abends der Ukraine-Hilfe im Kreis Gütersloh zugute kommen solle.

Die Räume der Diakonie an der Kirchstraße 10 waren kürzlich  Treffpunkt von Verantwortlichen der fünf Institutionen, Vertretern der Stiftung und Menschen aus der Ukraine. Stellvertretend für 60 von der Diakonie betreute Familien aus der Ukraine bedankten sich Kateryna Havrylenko, Olesha Malikova und Olexandra Yakolewa für die Unterstützung. Das Café Connect der Diakonie biete ihnen die Möglichkeit zur Kontaktpflege. Zudem sei es für sie Anlaufstelle bei unterschiedlichen Problemen.

Informationen und Hilfe bei der Wohnungssuche

Jeden Donnerstag ist an der Kirchstraße Ukraine-Tag. Katharina Stein, Flüchtlingsberaterin der Diakonie: „Beim ersten Mal waren es 13 Frauen, in Spitzenzeiten sind es bis zu 80.“ Den hohen Informationsbedarf der Geflüchteten zu decken, sei vorrangige Aufgabe der Donnerstag-Treffen. Ein anderer Teil der Summe fließt in das Matching-Projekt mit dem nach privaten Wohnraum gefahndet wird.

Das DRK nutzt die Spende laut Vorständin Ilka Mähler zum Bestreiten der Kosten der Flüchtlingsunterkunft in Borgholzhausen sowie für die Schaffung offener Integrationsangebote. Auch der Sozialdienst katholischer Frauen streut das Geld auf verschiedene Projekte.

Dank für den Einsatz

Karin Elsing vom Arbeitskreis Asyl freut sich, „weiterhin Begrüßungstüten an alle Geflüchteten“ verteilen zu können. Der Verein „Willkommen in Rheda-Wiedenbrück“ hat mit einem Teil seiner 1500 Euro Stände beim Kulturfest finanziert. Die restliche Summe wird für die Einzelfallhilfe verwendet. Nadine Lindemann, die stellvertretend für Stifterin Liz Mohn am Treffen teilnahm, sprach den Aktiven Dank für deren Einsatz aus.

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