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Kreis Gütersloh

Matthias Poltrock stellt im Gütersloher Kreishaus aus

Kreis Gütersloh (...

Nach längerer Corona-Pause gibt es wieder eine Kunstausstellung im Gütersloher Kreishaus. Titel: „Der Rote Faden ist seine Sache nicht“.

Matthias Poltrock stellt im Foyer des Kreishauses Gütersloh aus.

Kreis Gütersloh (sek) - Initiator ist der Kunstverein Kreis Gütersloh. Zu sehen gibt es eine umfassende Auswahl an Objekten und Bildern des Künstlers Matthias Poltrock. Die Ausstellung wird am Dienstag, 24. Mai, um 18 Uhr eröffnet.

„Und das ist der rote Faden, den es eben nicht gibt“

Mehr als zwei Jahre coronabedingte Pause ist nicht der Grund, weshalb Poltrock, wie es der Titel suggeriert, den roten Faden verloren hat. Abhängig von der Tagesform und der Inspiration, entstehen ganz unterschiedliche Werke. „Und das ist der rote Faden, den es eben nicht gibt“, sagt der Künstler und lacht. 

Dass er auf Zeitgeschehnisse reagiert, ist charakteristisch für ihn. Extra farbenreiche, großformatige, sogenannte Ultra Positiv Paintings sollten einfach nur gute Laune verbreiten in Zeiten der Pandemie. 

Bewusst das Gegenteil provoziert ein Objekt mit dem symbolträchtigen Titel „Herr T. trieb einen kleinen Finsternis-Handel“. Eine Maschinerie, die Mensch und Tier auf grausame Weise verbindet, lässt den 1962 in Halle geborenen Künstler nicht nur das „Beste“, sondern auch das „Fürchterlichste“ künstlerisch formulieren. 

Fast jedes Material ist dem Künstler recht

Dabei gibt es fast kein Material, an dem sich Poltrock, der die handwerklichen Fertigkeiten dazu mitbringt, ausprobiert. Was liegt da für ihn, der eine Schreinerlehre und ein Kunststudium absolviert hat, näher, als sich von einem ästhetisch schönen Stück Brennholz anregen zu lassen? 

Mit einer Extradosis Fantasie ausgestattet, verarbeitet er sie in der Mixed-Media-Serie „Portale“ kleinformatiger Objekte. Ohne großen Plan und „bloß nicht zu ernst, sondern mit einem Schmunzeln“. Sinnfrei und sinnfremd wird scheinbar Nutzloses oder Weggeworfenes zu neuem Leben erweckt. 

„Der kleine Astronaut“, entstanden in diesem Jahr, gehört zur Serie „Portale“ von Matthias Poltrock.Der „besonders glückliche Ort seines kreativen Schaffens“, so Poltrock, ist die Ateliergemeinschaft Dauntown in Borgholzhausen. Dort schuf er seine Ölgemälde der Reihe „Millionaires Vies“, in der er über den Luxus nachdachte, spürte in schrillen Schraub-Collagen namens „K-Pax“ alten James-Bond-Filmen nach oder kreierte aus Müll, Holz und Gold „Das Herz des Künstlers“. 

Am Fuße des Teutoburger Waldes lasse es sich beim Malen von „Seerosenteich“ auch über den „inneren Garten und den Wildwuchs in mir“ augenzwinkernd nachdenken. Gerade aus Norwegen zurückgekehrt, wo Poltrock zwei Arbeiten verkauft hat, sind seine Arbeiten regelmäßig in Ausstellungen zu sehen – in Zürich, Amsterdam oder Hamburg. Und doch ist ihm das Wichtigste, dass es Spaß macht – ihm und dem Betrachter. 

Die Ausstellung wird am Dienstag, 24. Mai, um 18 Uhr eröffnet.

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