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DRK-Kreisverband will ambulantes Pflegeangebot stark ausweiten

Neue Gesichter, neue Ziele

Gütersloh (WB). Die neuen Führungskräfte des Gütersloher DRK-Kreisverbandes setzen neue Schwerpunkte in der sozialen Arbeit des Wohlfahrtsverbandes: So sollen ambulante Hilfsangebote im häuslichen Umfeld auf das gesamte Kreisgebiet ausgeweitet werden. Das gaben Ilka Mähler und Dennis Schwoch als neue Kreisverbands-Doppelspitze und DRK-Präsident Gerhard Serges (66) am Dienstag bekannt.

Carsten Borgmeier

Sie setzen frische Impulse: Gerhard Serges (links), früherer Beigeordneter Rheda-Wiedenbrücks, ist neuer DRK-Präsident, Ilka Mähler und Dennis Schwoch sind die Doppelspitze des Vorstands, Martina Brune (2. von rechts) ist Leiterin der Pflegedienste. Foto: Carsten Borgmeier

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), mit Kreisverband und Ortsverein an der Kaiserstraße 38 in Gütersloh ansässig, will sich damit dem hohen und schnell wachsenden Unterstützungs- und Pflegebedarf in der Region stellen. Vor diesem Hintergrund gibt es jetzt in der Nachfolge von Günter Göpfert (65) mit Dennis Schwoch (41) und Ilka Mähler (39) auf der Vorstandsebene erstmals eine Doppelspitze.

Kreisverband erstmals mit Doppelspitze

Die neue Kollegin bringt demnach eine langjährige Erfahrung aus dem ambulanten Sektor mit, sie war zuvor in Bielefeld tätig gewesen. Ihrer Auskunft zufolge soll es ambulante Angebote in weiteren Kommunen des Kreises noch in diesem Jahr geben. Bezüglich der betreffenden Immobilien und des Personals befinden sich die erforderlichen Vereinbarungen dazu „in der Endphase“.

Das DRK betreibt derzeit im Kreisgebiet drei Pflegestationen, und zwar in Gütersloh, Schloß Holte-Stukenbrock („Cara Vita“) und Versmold. Darüber hinaus werden insgesamt 32 Plätze für Demenzkranke in fünf Wohngruppen angeboten. Im März starten weitere Wohngruppen mit zwölf Plätzen in Rheda-Wiedenbrück.

Nach Auskunft von Schwoch und Mähler will das DRK damit einen deutlichen Gegenpol zu den von privaten Investoren errichteten, stationären Altenheimen setzen, die in den vergangenen Jahren in Rietberg und Verl eröffnet worden seien. „Unser Ziel ist es mit dem neuen Schwerpunkt, allen Menschen im Kreis Gütersloh ein selbstbestimmtes Altern in Würde zu ermöglichen, „egal, wie hoch der Pflege- und Unterstützungsbedarf dabei auch sei“, so Ilka Mähler.

DRK sucht Fachkräfte

Um die neuen Aufgaben auch personell bewältigen zu können, habe der DRK-Kreisverband Beteiligungen in Ostwestfalen-Lippe beendet und die bislang dort betriebenen Pflegedienste in den Kreis Gütersloh geholt. „So können wir uns mit voller Kraft lokal auf den Bedarf vor Ort konzentrieren“, erläutert Mähler.

Dennoch werde weiterhin Personal gesucht, wie Dennis Schwoch betont. Wohl wissend, dass dieses Vorhaben in Zeiten von Fachkräftemangel kein leichtes Unterfangen darstellt, wirbt er mit „verlässlichen Dienstzeiten“ und einer Entlohnung, die sich am Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) orientiere.

Das DRK beschäftigt aktuell eigenen Angaben nach 85 Fachkräfte in den Angeboten der ambulanten Pflege. Allein für die neuen Wohngruppen am Standort Rheda-Wiedenbrück werden noch 15 bis 20 Fachkräfte gesucht, so Mähler.

„Die Ausweitung der ambulanten Hilfen ist der nächste und konsequente Schritt in der Wahrnehmung unserer gesellschaftlichen Verpflichtung“, so Gerhard Serges als neuer DRK-Präsident und Nachfolger Hans-Hermann Vollmers.

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