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Gütersloh: Dezernenten wollen mit der Sanierung der Stadthallenfassade beginnen

Notfalls eben ohne Landeshilfe

Gütersloh (WB). Kulturdezernent Andreas Kimpel und Stadtbaurätin Nina Herrling wollen nicht länger auf das Land warten. Sie möchten die 5,6 Millionen Euro teure Fassadensanierung der Stadthalle endlich ausschreiben – egal, ob es im dritten Quartal eine Förderzusage gibt oder nicht.

Stephan Rechlin

Helle Paillettenhaut auf dunklem Granitsockel: So soll die Stadthalle bald aussehen. Foto: Carsten Borgmeier

In einem ersten Anlauf hatte sich die Stadt bereits eine Abfuhr eingehandelt. Eine direkte Bezuschussung der Baumaßnahme lehnte das Land ab, weil es in der Stadthalle auch kommerzielle Veranstaltungen gebe. Ein zweiter Versuch zielte anschließend auf Fördergelder aus dem »Integriertten Städtebaulichen Entwicklungskonzept«. Dazu möchte sich das Land aber erst im Spätherst diesen Jahres äußern.

Frist dauert Dezernenten zu lange

Eine Frist, die Kimpel und Herrling zu lange dauert. Würden sie sich daran halten, könnte erst dann ausgeschrieben und in der ersten Jahreshälfte 2019 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Doch schon bis 2023 wird das Anlagevermögen der Kulturräume Kimpels Angaben zufolge von 10,2 auf sechs Millionen abschmelzen – eine Folge der bis dahin vorzunehmenden Abschreibungen. Die beiden Dezernenten appellieren: »Es gilt weiterhin die Devise, die Stadthalle fit zu machen für den nächsten Lebenszyklus.« Eine Devise, die eine Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro aufs Spiel setzt. Denn sollten die Bauarbeiten im Herbst bereits begonnen haben, droht das Land allein aus diesem Grund den Zuschuss abzulehnen.

Dem Siegerentwurf des Münsteraner Architekturbüros Hartig, Meyer, Wömpner zufolge soll die Stadthalle über einem dunklen Granitsockel eine Paillettenhaut aus vier Millimetern dicken, perlmuttartig strahlenden Aluminiumtafeln erhalten.

Rat für Revitalisierung

Im Mai 2012 hatte der Gütersloher Rat verschiedene Möglichkeiten geprüft, die 1979 in polygonaler Terrassenarchitektur gebaute Stadthalle zu sanieren. Der Rat entschied sich für eine neun Millionen Euro teure »Revitalisierung«. Gut sechs Millionen Euro wurden davon inzwischen verbaut – in einen neuen Eingang, renovierte Konferenzräume, den großen und kleinen Saal und in den Brandschutz. Für die energetisch neue Fassade sind bisher fünf Millionen Euro reserviert. Im vergangenen Jahr wurde die Ausführung des Entwurfs geprüft und ein Vorgespräch mit dem siegreichen Büro geführt. Die Bauarbeiten sollten im Juni 2018 beginnen.

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