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Gütersloh

OGS-Betreuung arbeitet am Limit

Gütersloh (gl) - Das Coronavirus bringt die Betreuung im Offenen Ganztag an ihre Grenzen. Darauf weisen Frank Kahle-Klusmeier als Sprecher der OGS-Träger und der Beigeordnete Henning Matthes in einer gemeinsamen Erklärung hin.

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Sie berichten von kaum ausreichenden Raumkapazitäten in den Schulen und Personalaufwand, der OGS-Träger ans Limit bringe. Vor diesem Hintergrund die beiden an die Eltern: Wer nicht zwingend auf die OGS-Betreuung angewiesen sei, möge seine Kinder auf andere Weise betreuen. „Die Eltern gehen in dieser belastenden Situation unglaublich verständnisvoll mit der Situation um und tragen wesentlich dazu bei, dass das System OGS und Schule nicht kollabiert“, betonen Frank Kahle-Klusmeier und Henning Matthes einstimmig.

Mehr Räume benötigt

Je länger sich die angespannte Situation hinziehe, desto mehr seien die Eltern auf die Betreuung ihrer Kinder angewiesen. Täglich werden an den Grundschulstandorten jeweils zwischen 70 und 90 Kinder im Anschluss an die Unterrichtszeit betreut. Für das laufende Schuljahr sind insgesamt 2518 Kinder zum Offenen Ganztag angemeldet. Darüber hinaus nutzen regulär 427 Kinder die Randstundenbetreuung. „Da dies in gleichbleibenden Gruppen passieren muss, und sich diese Gruppen nicht durchmischen dürfen, brauchen wir mehr Betreuungsräume als normal“, erklärt Kahle-Klusmeier. Gleiches gelte für das Personal.

Reaktion auf sich ständig ändernde Regeln

„Seit dreizehn Monaten reagieren Schulen und Träger der Offenen Ganztage auf die sich ständig ändernden Betreuungsregelungen und Rahmenbedingungen“, sagt Henning Matthes. Immer wieder müssten schnell Lösungen abgestimmt werden. So habe die Stadt bereits Räume für die Kapellenschule im Adalbert-Probst-Haus hinzugemietet. Das Gleiche prüft die Stadt gerade für die Grundschulen Große Heide und Kattenstroth.

Elternbeiträge zunächst voll erhoben

Ein Thema, das Eltern und Verwaltung seit 13 Monaten Pandemie umtreibe, seien die Elternbeiträge für den Bereich OGS. Während es für die Lockdown-Phasen seitens des Landes eine Regelung für die Aussetzung der Elternbeiträge gab, fehlt für die Zeit ab März jede Klärung durch das Land. Daher wurden die OGS-Elternbeiträge für März zunächst voll erhoben.

Berechnung geschieht tageweise

„Wir werde die aus unserer Sicht nachvollziehbarste Lösung für die Erhebung der OGS-Beiträge wählen: Für den Fall, dass sich das Land weiterhin nicht beteiligt, wird der Elternbeitrag für Kinder, die die OGS-Betreuung in Anspruch nehmen, tageweise berechnet. Das werden wir rückwirkend ab März umsetzen“, sagt Henning Matthes. Eltern, die die März-Beiträge bereits entrichtet haben, erhalten eine Rückerstattung, soweit die Betreuung nicht in Anspruch genommen wurde. Beiträge ab April werden nicht eingezogen und sollten auch nicht überwiesen werden.

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