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Gütersloh

OP-Roboter leistet im Klinikum Gütersloh gute Dienste

Gütersloh (gl)

Roboter im Operationssaal? Im Klinikum Gütersloh ist das bereits Alltag. Jetzt werden auch gynäkologische Eingriffe durchgeführt.

Moderne Technik: Der OP-Roboter am Klinikum Gütersloh leistet jetzt auch bei gynäkologischen Operationen Unterstützung für die operierenden Ärztinnen und Ärzte.

Gütersloh (gl) - Im Klinikum Gütersloh sind seit Erwerb des Da-Vinci-OP-Roboters laut Mitteilung mehr als 100 Patientinnen und Patienten erfolgreich mit Unterstützung des Roboters operiert worden. Seit einigen Wochen ist auch das Ärzteteam der Gynäkologie in das robotergestützte Operationsverfahren eingestiegen.

„Vor allem bei hochpräzisen gynäkologischen Eingriffen ist der Roboter eine große Unterstützung“, berichtet Dr. Wencke Ruhwedel, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. 

Farbstoff markiert befallenes Gewebe

Mithilfe eines fluoreszierenden Farbstoffs wird beispielsweise von Krebs befallenes Gewebe während der Operation identifiziert. Bei der Entfernung des Gewebes unterstützt der Roboter die Operateure optimal: „Mit seiner hochauflösenden Bildgebung in 3D und der zehnfachen Vergrößerung sorgt er für eine bessere Sicht des operierenden Arztes“, erklärt Ruhwedel. „Dies ermöglicht uns eine genauere und damit für die Patientin schonendere Operation.“ 

Operationen mit dem Da-Vinci-Roboter erfolgen minimalinvasiv, das heißt, es werden nur kleine Schnitte benötigt, um die Operationsinstrumente in den Körper einzuführen. Diese sogenannte Schlüssellochtechnologie kommt in der gynäkologischen Klinik des Klinikum Gütersloh seit Jahren erfolgreich zum Einsatz. 

Handbewegungen werden millimetergenau übertragen

Der neue OP-Roboter optimiert aufgrund seiner großen Präzision dieses Verfahren. So werden die Hand- und Fingerbewegungen des Operateurs über eine Konsole millimetergenau auf die Operationsinstrumente übertragen. „Auch das macht diese Operationstechnik besonders gewebeschonend und reduziert den Blutverlust“, so das Klinikum. So hätten die Patientinnen nach der OP geringere Beschwerden und würden schneller genesen. 

Die vier Roboterarme besitzen einen größeren Bewegungsradius als die menschliche Hand. Dadurch können nun Bereiche minimalinvasiv operiert werden, die mit einer Laparoskopie (herkömmliche minimalinvasive Bauchchirurgie) nicht erreicht werden konnten. 

Möglichst viele Patienten sollen von Technik profitieren

Geeignet ist das robotergestützte Operationsverfahren für zahlreiche gynäkologische Eingriffe. „Wir planen den Einsatz der OP-Robotik vor allem bei onkologischgynäkologischen und komplexen urogynäkologischen Operationen“, so Ruhwedel. „Insbesondere in letzterem Bereich erweitert der Da-Vinci-Roboter unser OP-Spektrum noch einmal deutlich.“ 

Das freut auch Geschäftsführerin Maud Beste: „Unser Ziel war es von Anfang an, dass möglichst viele unserer Patientinnen und Patienten von dem neuen OP-Roboter profitieren. Mit den Fachbereichen der Urologie, Viszeralchirurgie und jetzt auch der Gynäkologie bieten wir nun ein breites Spektrum an robotergestützten Operationen an.“ 

Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte

Für Ärztinnen und Ärzte, die sich den OP-Roboter nicht nur aus der Nähe anschauen, sondern ihn auch selbst im Simulator bedienen möchten, bietet das Klinikum eine Fortbildung am Samstag, 7. Mai, von 10 bis 13 Uhr an. Anmeldungen per E-Mail an urologie@klinikum-guetersloh.de.

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