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Halbfinale der »Neuen Stimmen« in der Gütersloher Stadthalle

Opernsänger in der Krise

Gütersloh (WB/cabo). Valerie Eickhoff (Mezzosopran) ist beim renommierten Gesangswettbewerb »Neue Stimmen« die einzige Deutsche im Semifinale der 18 Kandidaten. Südafrika hingegen ist mit drei jungen Operntalenten überraschend stark vertreten. Im Vorfeld des Konzerts an diesem Donnerstag (Beginn: 19 Uhr) in der Gütersloher Stadthalle hat sich die Jury unter Vorsitz von Dominique Meyer zur globalen Lage des Opernnachwuchses geäußert – zum Teil sehr kritisch.

Valerie Eickhoff singt Mezzosopran. Foto: Bezim Maziqhi

Weltweit habe sich der Arbeitsmarkt in der Opernbranche »dramatisch verändert, weil viele große Schauspielhäuser geschlossen wurden«, sagt der Musikjournalist und »Neue Stimmen«-Juror Jürgen Kesting.

Nur zehn bis 15 Prozent mit festem, unbefristeten Vertrag

»Nur zehn bis 15 Prozent der jungen Sänger haben heutzutage einen festen, unbefristeten Arbeitsvertrag«. Die übrigen hangelten sich von Engagement zu Engagement. Kesting kritisiert auch, dass an deutschen Musikhochschulen zu viele Untalentierte ausgebildet werden, denen man viel früher sagen sollte, dass »sie die Qualität für den Beruf nicht mitbringen«.

Öffentliche Generalprobe am Donnerstag in der Stadthalle

Dominique Meyer lobte die von der Bertelsmann-Stiftung initiierten »Neuen Stimmen«: Der Wettbewerb habe sehr wohl unzählige Talente hervorgebracht, die Karriere an namhaften Theatern gemacht hätten. Die 18 Semifinalisten treten am Donnerstag von 11 bis 14 Uhr in einer öffentlichen Generalprobe in der Stadthalle auf. Das große Finalkonzert am Samstag beginnt um 19 Uhr.

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