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Gütersloh

Parseval-Siedlung weicht Gewerbepark

Gütersloh (rebo) - Die Entwicklung des Areals der ehemaligen britischen Kaserne samt Flugplatz an der Marienfelder Straße schreitet voran. Ein Konzept zeigt auf, wie die Flächen nördlich der Bundesstraße 513 (Marienfelder Straße) künftig genutzt und erschlossen werden sollen.

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Die Parseval-Siedlung, deren Häuser inzwischen freigezogen wurden, gehört zu dem Areal, für das am morgigen Dienstag das Entwicklungskonzept im Ausschuss vorgestellt wird. Foto:

Ziel der Kommunen Gütersloh, Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz ist die gemeinsame Entwicklung eines großflächigen Interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiets. Dazu wurde die Gesellschaft Gewerbepark Flugplatz Gütersloh gegründet. Das Konzept, das im Ausschuss für Planung, Bauen und Immobilien (Sitzung am Dienstag, 16. Februar, 17.30 Uhr, in der Stadthalle) vorgestellt wird, ist zunächst für das Gebiet zwischen der B 513 und dem Welplage-/Schlangenbach erstellt worden.

Verkaufsverhandlungen noch notwendig

Die Gesellschaft Gewerbepark Gütersloh hat nördlich der Marienfelder Straße Flächen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gekauft und zusätzlich private Grundstücke erworben. Deshalb kann dort bereits geplant werden. Für das Gelände auf der gegenüberliegenden Straßenseite, zu dem auch der ehemalige Flugplatz zählt, sind noch weitere Verkaufsverhandlungen mit der Bima notwendig.

Zwischen Marienfelder Straße und Schlangenbach liegen unter anderem Sportplätze und -anlagen, die früher von Angehörigen der britischen Streitkräfte genutzt wurden. Auch die Parseval-Siedlung, deren Häuser inzwischen freigezogen wurden, gehört zu dem Areal.

Der östliche Teil des insgesamt 34 Hektar großen Geländes liegt auf Gütersloher Gebiet (12 Hektar), der westliche Teil gehört zu Harsewinkel (22 Hektar). Dort sei es möglich, größere Grundstücke zu vergeben, erläutert Stadtbaurätin Nina Herrling in der Vorlage. Auf Gütersloher Gebiet seien eher kleinteilige Flächen vorhanden. So könnten unterschiedliche Nachfragen bedient werden. Die Flächen sollen so optimal wie möglich genutzt werden, heißt es in der Vorlage. Boden sei wertvoll. Zudem stünden zurzeit kaum Gewerbeflächen zur Verfügung. Einer Vielzahl von ansiedlungs- und expansionswilligen Unternehmen hätten keine Flächen für gewerbliche und industrielle Nutzung zur Verfügung gestellt werden können, wird in der Begründung zur notwendigen Änderung des Flächennutzungsplans für dieses Gebiet erläutert. „Insgesamt ist die Gewerbeflächensituation aufgrund der geringen Flächenreserven als sehr angespannt zu bezeichnen.“

Zwei Stichstraßen sind vorgesehen

Erschlossen werden soll das Gelände über zwei Stichstraßen. Das Konzept sieht vor, dass eine gegenüber der Einfahrt zur ehemaligen Princess-Royal-Kaserne beginnt, die andere gegenüber der Einfahrt zum Impfzentrum. Der Nottebrocksweg wird auf die westliche Stichstraße geführt. Ein Fuß- und Radweg verbindet die beiden Hauptverkehrsachsen auf dem Areal. Zudem soll das Anschlussgleis zur Strecke der Teutoburger-Wald-Eisenbahn gesichert werden.

Auf dem Gelände sollen auch Grünflächen gesichert und erhalten werden. Das Waldstück im Westen auf Harsewinkeler Gebiet gehört dazu sowie Grünflächen am Welplage- und Schlangenbach und am Nottebrocksweg. Ausgleichsflächen sind ebenso eingeplant wie eine Bachverlegung. Die ökologische Qualität des Welplage- und Schlangenbachs solle durch diese Maßnahmen erhöht werden, heißt es in der Ausschussvorlage. Entlang des Bachs soll ein mindestens 20 Meter breiter Gewässerentwicklungskorridor angelegt werden, inklusive Anpflanzungen von Ufergehölzen. Auch Überschwemmungsflächen müssen eingeplant werden.

Im westlichen Planbereich in Harsewinkel soll eine Grünfläche „den qualitätsvollen Übergang der geplanten Gewerbeflächen in den nördlich gelegenen offenen Landschaftsraum“ sichern. Die Parseval-Siedlung wird wie geplant für die Entwicklung des Areals abgerissen – voraussichtlich im August. Das Gebäude an der Marienfelder Straße, in der sich im Untergeschoss eine Diskothek und darüber eine Wohnung befindet, darf stehen bleiben. Ebenso das dahinter liegende private Gebäude und das Gelände, auf dem ehemals ein Autohandel mit Werkstatt angesiedelt war.

Die Politik soll in der Sitzung des Ausschusses für Planung, Bauen und Immobilien soll in der kommenden Woche den Beschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung des Bebauungsplans „Gewerbepark Konversion Flugplatz“ fassen. In der Stadt Harsewinkel hat der Planungs- und Bauausschuss die Beschlüsse zur Einleitung des Bauleitplansverfahrens bereits in der Sitzung am 4. Februar gefasst.

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