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Gütersloh

Platzkonzept für Blankenhagen gelobt

Gütersloh (din) - In einem sind sich alle einig. Mit dem Bürgerzentrum in der Jakobuskirche soll Blankenhagen auch einen Platz für kleinere Veranstaltungen und Märkte bekommen. Drei Varianten hatte die Stadtverwaltung dem Ausschuss für Planung, Bauen und Immobilien am Dienstag vorgelegt, und am Ende folgte eine Mehrheit der Empfehlung der Verwaltung.

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„Wir kommen leider nicht umhin, in den Baumbestand einzugreifen“, sagte Inga Linzel, Leiterin des Fachbereichs Stadtplanung und Bauordnung. Alle Ziele seien nicht unter einen Hut zu bekommen, ein schöner Platz, Stellplätze und der Erhalt des Baumbestands. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die erforderlichen acht Stellplätze im Bereich der heutigen Grünfläche westlich des Bürgerzentrums mit Zufahrt von der Leipziger Straße und mit einer Hecke als Sichtschutz anzuordnen. Bei der Variante mit dem geringsten Baumverlust wären die Stellplätze hingegen senkrecht an der Dresdner und Leipziger Straße platziert, so dass Autofahrer gerade auf die Straße ausparken müssten.

Die Grünen fänden es gut, dass im Vorfeld des Vorhabens über die Bäume gesprochen werde, sagte Gabriele Diekötter. Sie schlug vor, drei Stellplätze an die Straße zu verlegen und die anderen im Eckbereich unterzubringen. Den Grünen liege daran, Bäume zu erhalten. Ein entsprechender Antrag der Grünen fand Unterstützung nur bei BfGT und FDP. CDU, SPD und AfD lehnten ihn ab und stimmten für den Verwaltungsvorschlag.

„Das ist eine schicke Angelegenheit und wir freuen uns darauf“, sagte Hermann Birkenhake (CDU). Er sprach von einem Hingucker und wollte wissen, wann der Umbau des Bürgerzentrums beginne. „Wir schließen uns dem Verwaltungsvorschlag an. Er sieht sehr vielversprechend aus“, sagte auch Sebastian Pähler für die SPD. Er regte an, zusätzlich Sportmöglichkeiten für Jugendliche zu berücksichtigen.

Andreas Müller (BfGT) wandte ein, eine Stellplatzaufstellung senkrecht zur Straße würde man sicher nicht an der Friedrich-Ebert-Straße machen. Aber an der Berliner Straße am Konrad-Adenauer-Platz funktioniere das auch. „Man muss kein militanter Grüner sein, um dem Thema Bäume den Vorzug zu geben“, sagte Müller. Es seien respektable Bäume darunter.

Inga Linzel sagte, „wir haben es uns nicht leicht gemacht“. Bei jedem anderen Vorhaben fordere die Stadt den Nachweis von Stellplätzen, das müsse dann auch für eigene Vorhaben gelten.

Stadtbaurätin Nina Herrling berichtete, die Ausschreibung für das Bürgerzentrum müsse europaweit erfolgen und sei in Arbeit. „Wir gehen davon aus, dass wir noch 2021 mit dem Bau beginnen können.“

2022 soll eigentlich das Jubiläum 800 Jahre Blankenhagen gefeiert werden. 1222 war der Ortsteil erstmals urkundlich erwähnt worden.

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