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Friedlicher Protest von Aramäern, Assyrern und Kurden gegen die türkische Offensive

Polizei schützt 250 Demonstranten

Gütersloh (WB). Die Demonstration von rund 250 überwiegend kurdischen und aramäischen Teilnehmern gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien ist am Donnerstagabend in Gütersloh friedlich verlaufen. Bis auf wenige Beschimpfungen von außen habe es keine Tumulte oder Ausschreitungen gegeben, sagte ein Polizeibeamter dieser Zeitung.

Wolfgang Wotke

Der Protestmarsch durch die Gütersloher Innenstadt ist friedlich verlaufen. Foto: Wolfgang Wotke

Dass es keine Attacken oder Angriffe gegen die Demonstranten in der Gütersloher Innenstadt geben würde, damit hat zuvor auch der Antragsteller der Versammlung, Sabri Barslibo, gerechnet: »Unser Protest richtet sich gegen den Einmarsch der türkischen Armee in Nordsyrien und gegen das Leid der Zivilisten. Darauf wollen wir friedlich hinweisen.«

Offiziell war der Marsch um 18.15 Uhr vom Bahnhofsplatz gestartet. Einige Demonstranten haben mit kurdischen Flaggen den türkischen Präsidenten Erdogan als Terroristen und Kindermörder bezeichnet. Die Situation, so die Polizei, habe sich dadurch aber nicht aufgeheizt. Vor dem Cinestar-Kino haben die Polizeibeamten einen Kleinwagen gestoppt und kontrolliert, aus dem die Insassen durch Schmährufe aufgefallen waren.

Zu Zusammenstößen zwischen Türken und den Protestlern, so wie jüngst in Bielefeld und Bottrop, ist es in Gütersloh nicht gekommen. Aus Sicherheitsgründen hat es auch Verstärkung aus umliegenden Polizeibehörden vor Ort gegeben. Ein Teil einer Hundertschaft der Polizei hat die Strecke durch die City ebenfalls abgesichert. Aramäische und assyrische Mitbürger als auch Kurden aus dieser Region hatten zu diesem Protestmarsch aufgerufen.

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