1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Guetersloh
  6. >
  7. Radeln für die Mobilitätswende

  8. >

Gütersloh

Radeln für die Mobilitätswende

Gütersloh (sib)

Rund 250 Demonstranten haben sich mit ihren Fahrrädern am Sonntag auf dem Gütersloher Rathausplatz versammelt. Von dort aus machten sie sich auf den Weg, um die Strecke entlangzuradeln, deren Zukunft ihnen Bauchschmerzen bereitet: die Bundesstraße (B) 61.

Lautes Geklingel erfüllte die Innenstadt am Sonntag, als rund 250 Aktivisten sich radelnd auf den Weg machten, um gegen den Ausbau der Bundesstraße 61 zu demonstrieren. Foto:

Ein breites Bündnis steht hinter der Aktion, die die Gemeinschaft gegen den Ausbau der B 61 im Rahmen der bundesweiten Aktion #Mobilitätswendejetzt – in ganz Deutschland machten Veranstalter mit rund 50 Protestveranstaltungen mobil – auf den Weg gebracht hat. Darunter: Bürgerinitiative Energiewende, BUND, Parents sowie Fridays for Future, das Bündnis Demokratie wagen, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub, Critical Mass, der Verein Fairleben und viele mehr. 

Demonstranten bäumen sich gegen den Ausbau der Bundesstraße auf

Sie alle stemmen sich gegen den geplanten teils vierspurigen Ausbau der Bundesstraße nach Bielefeld. Dass der geplante Ausbau der B 61 mitsamt der Ortsumgehung Ummeln nicht nur ein Bielefelder, sondern auch ein Gütersloher Thema sei, werde oft vergessen, sagt Organisatorin Anette Klee. 

Dabei führe allein die Ortsumgehung aktuellen Hochrechnungen zufolge dazu, dass täglich 7000 Autos mehr als jetzt über die Bundesstraße und zu einem großen Teil auch nach Gütersloh geleitet würden. Das sei eine Lösung, die nicht in die aktuelle Zeit passe, in der die Mobilitätswende im Vordergrund stehen solle. 

„Das Problem ist nicht, dass wir zu wenig Straße haben. Wir haben zu viele Autos“

Ja, die B 61 sei schon jetzt an ihrer Belastungsgrenze. „Das Problem ist aber nicht, dass wir zu wenig Straße haben. Wir haben zu viele Autos“, sagt Anette Klee. Das Geld, das für den Ausbau der Bundesstraße verwendet werden soll, solle stattdessen in den öffentlichen Nahverkehr gesteckt werden, appelliert sie.

Startseite