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Gütersloh

Rauchmelder verhindert Schlimmeres

Gütersloh (ei) - Das Piepen eines Rauchmelders im Nachbarhaus am Liebfrauenweg hat am Freitag um kurz vor 9 Uhr einen 51-Jährigen aufschrecken lassen. Barfuß lief der ehemalige Feuerwehrmann zum betroffenen Haus und betätigte alle Klingeln, um die Bewohner zu warnen.

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Die Feuerwehr löschte den Brand. Die 82-jährige Bewohnerin wurde zur Kontrolle in Krankenhaus gebracht. Foto:

Im ersten Obergeschoss stand die Wohnungstür schon offen. Die Schwester einer 82-jährigen Mieterin, die ebenfalls in dem Haus wohnt, versuchte zusammen mit ihrem Mann, den Brand in der stark verqualmten Wohnung zu löschen.

Der Helfer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, schickte die Bewohner nach draußen und führte auch die Rentnerin ins Freie. Fast selbstverständlich schickte er einen Anwohner an die Schledebrückstraße, um die von einem Mitbewohner alarmierte Feuerwehr einzuweisen. Denn das Sechsfamilienhaus befindet sich an einem Nebenarm des Hauptwegs in der Hinterbebauung.

Nachdem er mit der Frau die Wohnung verlassen hatte, zog der Mann die Wohnungstür zu, damit sich der Brandrauch nicht im Treppenhaus verteilt. Dank des überlegten Handelns des Nachbarn musste die 82-Jährige zwar mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung zur weiteren Kontrolle in ein Krankenhaus. Die übrigen vier Bewohner des Hauses blieben aber unverletzt.

Außer der Berufsfeuerwehr rückten auch der Löschzug Gütersloh, mehrere Rettungswagen und das Notarzteinsatzfahrzeug aus. Beim Eintreffen quoll der Rauch aus dem Fenster der betroffenen Wohnung. Bereits auf der Anfahrt hatte sich der Angriffstrupp der Berufsfeuerwehr mit Atemschutzgeräten ausgerüstet. Die beiden Feuerwehrleute gingen in die Wohnung und löschten den Brand im Flurbereich.

Unter Einsatzleitung von Brandoberinspektor Lukas Paschköwitz belüfteten die Feuerwehrleute anschließend die Wohnung mit Hilfe eines Überdrucklüfters. Nach gut einer Stunde waren die Nachlösch- und Aufräumarbeiten beendet. Auch die Nachbarn konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Lediglich die betroffene Brandwohnung ist bis auf Weiteres nicht nutzbar.

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