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Zwei Teenager auf Zebrastreifen verletzt – Gaffer machen Fotos

Rentner fährt Jugendliche an

Gütersloh (WB). Ein Großaufgebot an Rettungskräften ist am Donnerstagnachmittag zwischen Kino und Hauptbahnhof zum Einsatz gekommen. Der Grund: Zwei jugendliche Fußgänger waren gegen 16.15 Uhr auf einem der insgesamt drei Zebrastreifen der Kaiserstraße von einem blauen Opel Corsa angefahren und verletzt worden.

Ein Rietberger (80) hat am Donnerstagnachmittag mit seinem Opel Corsa zwei Jugendliche auf dem Zebrastreifen am Bahnhof angefahren und verletzt. Foto: Carsten Borgmeier

Nach Angaben der Polizei kamen die zwei Teenager vom ZOB, überquerten die Straße am Kino Richtung Bahnhof.

Während der junge Mann (18) ersten Ermittlungen zufolge mit leichten Prellungen davonkam, wurde das etwa gleichaltrige Mädchen schwerer verletzt. „Ich habe die beiden einfach übersehen, bin aber nur Schrittgeschwindigkeit gefahren“, sagte der 80 Jahre Autofahrer aus Rietberg, der eigenen Angaben nach von einem Arztbesuch kam und auf dem Weg nach Hause war.

Dass mit einem Notarzt, zwei Rettungswagen (RTW) und Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr Gütersloh gleich ein solcher, aufsehenerregender Großeinsatz gefahren wurde, ist nach Angaben von Frank Vornholt (50) Standart bei Unfällen mit Fußgängern. „Ein Notarzt ist dann immer mit dabei. Einer der beiden Rettungswagen kam aus Rheda-Wiedenbrück hinzu“, erläuterte Einsatzleiter Vornholt.

Mädchen wohl ernster verletzt

Der Feuerwehrmann kritisierte, dass während des Unfalls, als die Verletzten noch am Auto gelegen hätten, einige Gaffer ihr Handy gezückt und fotografiert hätten.

Während der Unfallaufnahme durch die Polizei war die Kaiserstraße im Bahnhofsbereich gesperrt.

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