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Gütersloher Verbraucherzentrale bietet kostenlose Beratung an

Richtige Gerätewahl senkt Stromkosten

Gütersloh (WB). Es gibt tatsächlich noch Kühlschränke, die 30 Jahre und länger in der Küche brummen. Von denen sollte man sich lieber trennen, denn die kühlenden Oldies sind gierige Stromfresser.

Uwe Caspar

Kühlschränke können Stromfresser sein. Die Gütersloher Brigitte Topmöller und Julian Lambracht von der Verbraucherzentrale NRW stehen gern zur kostenlosen Beratung zur Verfügung. Foto: Uwe Caspar

»Ein auch nicht ganz so alter Kühlschrank kann jährliche Stromkosten von mehr als 100 Euro verursachen«, empfehlen Brigitte Topmöller und Julian Lambracht von der Gütersloher Verbraucherzentrale den Wechsel zu sparsameren Geräten. Nicht zuletzt deshalb, weil der Strompreis ständig steigt. Weil ein Kühlschrank rund um die Uhr läuft, gehört er zu denjenigen Elektrogeräten, die einen nicht unwesentlichen Anteil auf der alljährlichen Energierechnung ausmachen. »Auch ein Staubsauger braucht relativ viel Strom, er ist aber immer nur kurz im Einsatz«, vergleicht Energieberaterin Brigitte Topmöller.

Sie und ihre Kollegen vom Verbraucherschutz bieten eine kostenlose Beratung an, die unter dem Kampagnen-Motto »(Keine) Zeit für (falsche) Entscheidungen« steht. Der Rat der Verbraucherschützer scheint auch sehr gefragt. »Die Vorlaufzeit für Einzeltermine, zu denen Unterlagen mitgebracht werden sollten, beträgt mittlerweile vier Wochen«, berichtet Julian Lambracht.

Messgeräte stehen zum Ausleihen zur Verfügung

Neben dem Basischeck stehen die heimischen Berater sogar für Hausbesuche zur Verfügung. Interessenten dürfen sich – gegen eine Kaution von 20 Euro – auch ein Messgerät ausleihen, mit dem daheim der Stromverbrauch ermittelt wird.  »Unser Service ist neutral und produktunabhängig«, betonen Topmöller und Lambracht. Beratung gibt’s natürlich auch in den Fachgeschäften. Doch dort könne es schon mal vorkommen, dass der Verkäufer ein »älteres Modell« empfiehlt.

Wer sich zum Kauf eines modernen Kühlschranks entschließt, sollte auf die sogenannte Effizienzklasse achten. Die höchste ist mit einem »A« und drei Pluszeichen versehen. Solche Kühlschränke kosten entsprechend mehr (um die 800 Euro) als die in den unteren Kategorien. Doch die Mehrkosten der Spitzenschränke rechnen sich auf Dauer, weil hier die Stromkosten weitaus geringer ausfallen. Laut Statistik betragen sie in der »A+++« nur 43 Euro jährlich und 72 Euro beziehungsweise 51 Euro in den darunter liegenden Zertifikatsklassen. Die Effizienzverordnung wurde 1998 von der EU eingeführt, 2003 kamen die Pluszeichen + und ++ dazu und 2013 die Drei-Sterne- Supernote.

Topmöller und Lambracht werden am 7. November »unter Strom« stehen – dann findet in ihren Räumlichkeiten an der Blessenstätte ein Beratungstag statt (14 bis 18 Uhr). Die Veranstaltung ist verbunden mit einer Tauschaktion zum Nulltarif: Birnen (60 Watt) und Halogenlampen (50 Watt) werden gegen LED-Lampen eingetauscht. Das gilt aber nur für die ersten 30 Besucher.

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