1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Guetersloh
  6. >
  7. Schreckschrauben schaffen Steuern ab

  8. >

Kunterbuntes Kattenstroth: Karneval mit bunter Schießbude und fröhlichen Witwen

Schreckschrauben schaffen Steuern ab

Gütersloh (WB). Zum Anfang muss ein Partykracher her: »Jetzt geht’s los, wir sind nicht mehr aufzuhalten...«, dröhnt es durch das Pfarrheim. Wohl wahr! Mit dem Hit der Höhner startete ein buntes, musikalisches Spektakel – der karnevalistische Höhepunkt in der Gemeinde Liebfrauen.

Marie Berg

Eine Schießbude auf der »Kattenstrother Kirmes«: (von links) Ute Brummel, Annette Plugge, Margot Westerbarkey. Foto: Berg

Er riss die Damen, manche kaum erkennbar in ihren Kostümierungen, immer wieder von ihren Stühlen hoch: Lauthals sangen sie Partyhits sowie Stimmungslieder mit und tanzten, soweit es der Platz zwischen den eng gestellten Tischen erlaubte. Die DJ’s Oliver Kortmann und Norman Adelmann wussten genau, welche Songs sie zünden mussten. Jeden Programmpunkt bereicherten sie mit treffenden Titeln.

Das Potpourri aus köstlichen Sketchen und großartig gelungenen Darbietungen, aus fetziger Musik, fantasievollen Kostümen und die selbst mitgebrachten Speisen und Getränke sorgten für beste Stimmung. Wieder ist es den selbst ernannten Schreckschrauben aus der KfD Liebfrauen gelungen, ein mehr als vierstündiges Programm auf die Beine zu stellen. 14 Programmpunkte waren geplant, einer musste ausfallen: Urgestein Agnes Rickfelder konnte nicht in die Bütt, sie war erkrankt.

»Kunterbuntes Kattenstroth« lautete das diesjährige Motto. In bunten Lettern prangte es am Bühnenvorhang. An drei Veranstaltungstagen gaben die zehn Protagonistinnen Einblicke in das farbenfrohe Leben in Katten-stroth. So führten die Rufe »Weg mit der Kirchensteuer« zu grausamsten Überlegungen der Verantwortlichen, wie dies zu unterbinden sei. Ute Brummel war in die Rolle von Pfarrer Elmar Quante geschlüpft, Christel Kattenstroth verkörperte die Pfarrsekretärin. Und was passiert am Freitagabend in einem Kattenstrother Wohnzimmer? »Es kommt nichts Gescheites im Fernsehen«, jammerte Gerd (Kerstin Wiedey). Die Idee: »Wir gehen ins Schlafzimmer, Licht aus und fertig«. Nein, die Ehefrau (Annette Plugge) will Monopoly spielen – eines mit lustig veränderten Karten. Originelle Figuren hinter einer Schießbude auf der »Kattenstrother Kirmes« strapazieren die Lachmuskeln ebenso wie der Einblick in ein Schlafzimmer. »Du knallst dich ins Bett mit Lockenwickel«, schimpfte Rudi. Sie träumt von einer Großwildjagd, er von einem schönen Urlaub mit Müller’s Gisela (Witzig: Elke Brummel und Elisabeth Michels).

Vier lustige Witwen sangen: »Wieder mal sind wir zu haben, wieder mal sind wir allein, doch wer unsere Männer wirklich kannte, weiß, das ist kein Grund zum traurig sein...« Auf die eine oder andere makaberen Art und Weise hatten sie selbst für diesen Zustand gesorgt. Die glücklich Trauernden ernteten reichlich Beifall. Und dann gab’s auch noch Musik von Modern Talking und der Kelly Family.

Startseite
ANZEIGE