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Gütersloh: Neue Gesamtschule erhält eine automatische Lüftung

Schüler dösen nicht weg

Gütersloh (WB). Der ehemalige Gesamtschullehrer Ludger Klein-Ridder (Linke) hat ein Alleinstellungsmerkmal der neuen Gütersloher Gesamtschule entdeckt, bevor sie überhaupt gebaut ist. Es handelt sich um die automatische Lüftung.

Stephan Rechlin

Die neue Gütersloher Gesamtschule wird teilweise aus der bisherigen Hauptschule Nord heraus neu entstehen, teilweise wird sie neu gebaut. Dann wird sie auch eine neue Lüftung bekommen. Foto: Wolfgang Wotke

Von den Bielefelder Architekten Kai Brüchner-Hüttemann und Ursula Pasch ließ er sich gestern in der gemeinsamen Sitzung von Bildungs- und Immobilienausschuss bestätigen, dass der Einbau einer maschinellen Lüftung auch in einem Bestandsgebäude wie der Hauptschule Nord möglich sei. Klein-Ridder: »Es wäre die erste Schule in Gütersloh mit solch einer Lüftung. Dann dösen einem die Schüler im Unterricht wegen der hohen CO2-Belastung in den Klassenräumen nicht weg.«

Mehrheit für den Mittelweg

Ob es auch pädagogische Gründe für das Wegdösen geben könnte, wurde gestern nicht näher erörtert – in den beiden Ausschüssen ging es vor allem um die Raumaufteilung in der neuen Gesamtschule, die teils aus der bisherigen Hauptschule Nord herauswachsen, teils neu gebaut werden soll. Für diese von der Stadt favorisierte, 27 Millionen Euro teure »Mittellösung« zeichnete sich gestern eine Mehrheit ab, auch wenn in der ersten Beratung nicht abgestimmt wurde.

Realschul-Aus wird im Oktober beschlossen

Bernd Nickella und Birgit Niemann-Hollatz (Grüne) hätten gerne noch die Sanierungskosten für die Freiherr-vom-Stein-Realschule erfahren, deren schrittweise Auflösung im Oktober beschlossen werden soll. Was aus diesem 236 Meter entfernten Nachbargebäude der neuen Gesamtschule werden soll, steht noch nicht fest. Neu war der Vorschlag von Norbert Bohlmann (UWG), dort die nach neuen Räumen suchende Fachhochschule unterzubringen.

Die sich abzeichnende Einigkeit bei der Bauvariante lobte Ischo Can (CDU) als »einen guten Tag für den Gütersloher Norden.« Die neue Schule soll über fünf Jahre lang wachsen. Das veranlasste Ludger Klein-Ridder, nach dem Baulärm zu fragen. Architekt Kai Brüchner-Hüttemann räume ein: »Diese Kröte ist leider zu schlucken.«

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