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Gütersloh

Sensoren sollen der Müllabfuhr in Gütersloh helfen

Gütersloh (gl)

Eine Sensortechnik soll künftig der Müllabfuhr in Gütersloh das Befahren von Wendehammern und Sackgassen erleichtern.

Eingeschränkte Wendemöglichkeiten in Sackgassen sind für große Müllfahrzeuge ein Problem.

Gütersloh (gl) - Das hat jetzt der Ausschuss für Digitalisierung, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing beschlossen. Gleichzeitig erteilte das Gremium dem Digitalisierungsteam der Stadt den Auftrag, nach Zustimmung der KfW-Bank entsprechende Förderbeträge aus dem Smart-City-Programm bereitzustellen. Auch Rettungsdienste, Zusteller und andere Entsorger profitieren.

So bleibt der Müll auch mal stehen

Zugeparkte Sackgassen und Wendehammer führen in Gütersloh immer wieder zu Problemen – insbesondere, wenn diese von den Hauptstraßen aus nicht einsehbar sind. Die städtischen Müllfahrzeuge haben dann nicht ausreichend Platz, um zu wenden oder zu rangieren. 

Folglich kann es dazu kommen, dass der Müll nicht mitgenommen werden kann oder sogar Schäden an den Fahrzeugen entstehen. Eine datenschutzkonforme Sensortechnik soll künftig Abhilfe schaffen und der Müllabfuhr das Befahren von Wendehammern und Sackgassen erleichtern. 

Aktuell hat die Stadt sechs Sackgassen identifiziert, die mit der Technik ausgestattet werden können. Die Lösung wurde auf Initiative und in Kooperation mit dem direkt betroffenen Fachbereich Stadtreinigung entwickelt.

Daten werden direkt auf App übertragen

Sie funktioniert wie folgt: Kameragestützte Sensoren an den Straßenlaternen erkennen falsch parkende Fahrzeuge und stellen dem Fahrer des Müllfahrzeugs diese Daten direkt über eine App zur Verfügung. Zusätzlich informiert eine Tafel am Anfang jeder betroffenen Sackgasse mittels eines Ampelsystems, ob diese belegt ist oder nicht. 

Die intelligenten Kameras verarbeiten die Bilder direkt und geben nur die Information aus, ob der entsprechende Bereich belegt oder frei ist. Da die Kamerabilder dabei weder übertragen noch gespeichert werden, ist der Datenschutz gewährleistet. 

Datenschutz ist gewährleistet

„Darauf legen wir großen Wert. Kein Bürger und keine Bürgerin in Gütersloh muss eine Überwachung durch die Stadt fürchten“, betont der städtische Beigeordnete Carsten Schlepphorst. Außer dem Mehrwert für die städtische Müllabfuhr soll außerdem ein erzieherischer Effekt gegenüber den Anwohnern erzielt werden. 

Zeigt die digitale Ampel an, dass die Straße belegt ist, sollen die entsprechenden Fahrzeuge entfernt werden, damit der Müll nicht stehen bleibt. Den Abschleppdienst soll das natürlich nicht ersetzen. 

Projekt nützt auch dem Rettungsdienst

„Auch für Rettungsdienste wird dieses Projekt eine große Hilfe sein. Dank der Anzeige können die Fahrer besser planen, und es geht keine wertvolle Zeit beim Wenden oder Rangieren verloren“, sagt Sandra Causemann, Referentin für den digitalen Wandel. 

Mit dem grundsätzlichen Go durch den Ausschuss können nun die weiteren Planungen angegangen und entsprechende Kosten ermittelt werden. Im nächsten Schritt wird die Stadt das Projekt mit Blick auf dessen Förderfähigkeit mit der KfW-Bank abstimmen. Die Umsetzung ist für das zweite Halbjahr 2022 vorgesehen.

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