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Gütersloh

Siedlung Englische Straße in Gütersloh  wieder frei 

Gütersloh (gl)

In den 45 Häusern in der Siedlung Englische Straße in Gütersloh sollen vorerst keine Flüchtlinge mehr aufgenommen werden. 

In den 45 Häusern der Siedlung Englische Straße in Gütersloh sind aktuell keine Geflüchteten untergebracht.

Gütersloh (gl) - Die Bezirksregierung Detmold nutzt zur Unterbringung ukrainischer Geflüchteter künftig nur die Dempsey-Kaserne in Paderborn. Grund ist laut Mitteilung die zurückgehende Zahl neu ankommender Menschen aus der Ukraine. Die Notunterkünfte in Büren und an der Englischen Straße in Gütersloh sollen noch im Juni in Reserveeinrichtungen umgewandelt werden.

Zurück im Normalbetrieb 

Die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Herford kehrt in den Normalbetrieb zurück und wird im Juni wieder Menschen aus dem allgemeinen Asylverfahren aufnehmen. Ziel sei zum einen, die jeweils gebundenen Ressourcen wieder frei zu setzen. 

Zum anderen soll der Betrieb einer einzigen Landeseinrichtung im Regierungsbezirk es effizienter machen, schutzsuchende Ukrainer zu beherbergen, heißt es. Die Umwandlung erfolge im Einklang mit dem Landeskonzept des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW. 

Die Zahl an Unterbringungsplätzen in der Region reduziert sich um etwa 1400. Waren es Ende Mai 1700 Plätze, so werden Mitte Juni mit der Dempsey-Kaserne noch 300 Plätze zur Verfügung stehen. Bei Bedarf ist eine Erweiterung der Unterkunft auf bis zu 1000 Plätze möglich. 

Reaktivierung im Bedarfsfall

Bereits Anfang Mai hatte die Bezirksregierung die Notunterkunft auf dem Gelände des Messezentrums Bad Salzuflen vom aktiven Betrieb in eine Reserveunterkunft umgewandelt. Sie wird im Juni geschlossen. 

Die Unterkünfte in Büren und Gütersloh bleiben mit ihrer umfangreichen Infrastruktur vorerst als Reserve bestehen. Im Bedarfsfall können diese zwei Einrichtungen schnell reaktiviert werden und jederzeit wieder ukrainische Schutzsuchende aufnehmen. 

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl: „Für mich war es beeindruckend zu erleben, wie leistungsfähig die Kreise, Städte und Gemeinden in Ostwestfalen-Lippe sind, wenn es darum geht, unter Zeitdruck mit außerordentlichem Einsatz und viel Kreativität Menschen vor der akuten Obdachlosigkeit zu bewahren und ihnen Schutz zu bieten.“ 

Kapazität von 300 Plätzen

Die Notunterkünfte in Gütersloh und Büren haben ihren Betrieb Mitte April aufgenommen. Die Einrichtung in Gütersloh verfügt aktuell über eine Kapazität von bis zu 300 Plätzen, möglich sind bis zu 800. Die Notunterkunft in Büren umfasst zurzeit 300 Plätze – sie ist bei Bedarf erweiterbar auf bis zu 800 Plätze. 

Die ZUE in Herford stand seit Anfang März mit 800 Plätzen als Puffereinrichtung für ukrainische Geflüchtete bereit. In der ZUE in Herford wohnen zurzeit sieben Menschen aus der Ukraine. 

In der Notunterkunft in Gütersloh sind aktuell keine ukrainischen Schutzsuchenden untergebracht. Die Dempsey-Kaserne beherbergt 89 Menschen aus der Ukraine. In der Notunterkunft in Büren werden 117 ukrainische Schutzsuchende betreut.

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