1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Guetersloh
  6. >
  7. Siedlung soll bis November frei werden

  8. >

Gütersloh

Siedlung soll bis November frei werden

Gütersloh (din) - Die Bestätigung ist recht knapp ausgefallen. „Im Juni wird in den Gremien der Gewerbepark Flugplatz Gütersloh GmbH und der Kommunen Harsewinkel, Gütersloh und Herzebrock-Clarholz über den Ankauf einer etwa 20 Hektar großen Fläche, die sich derzeit noch im Eigentum der Bundesimmobilienanstalt (Bima) befindet, beraten.“

Anonymous User

Das teilte die Gesellschaft am Mittwoch mit. Da es sich dabei um Grundstücksangelegenheiten handele, fänden die Beratungen nichtöffentlich statt.

Wie berichtet, geht es um die nördlich der Bundesstraße 513 gelegenen Flächen einschließlich der ehemaligen Sportplätze und der Parseval-Siedlung. Die deutlich größeren, südlich gelegenen Flächen waren nicht Gegenstand der Verhandlungen. „Diese Verhandlungen beginnen zu einem späteren Zeitpunkt“, heißt es in einer Mitteilung. Ziel ist es, „auf beiden Flächenteilen ein interkommunales Gewerbegebiet zu entwickeln“.

Albrecht Pförtner, Geschäftsführer der Gewerbepark-Gesellschaft, sagte auf Nachfrage, wenn alle Gremien zustimmten, könne der Kaufvertrag im Sommer unterschrieben werden. Der Abriss der Siedlung würde bald nach den letzten Auszügen erfolgen. Anfang 2022 könne die Erschließung des Gewerbegebiets beginnen, wenn nicht in der Zwischenzeit geklagt werde.

Die Siedlung an der Parseval- und an der Zeppelinstraße umfasst laut Bima 55 Wohneinheiten in Form von Doppel- und Reihenhäusern. Sie waren zuletzt an die Stadt zur Unterbringung von Geflüchteten vermietet. „Aktuell werden in der Parsevalsiedlung noch 21 Wohneinheiten für die Unterbringung genutzt“, teilte Stadtsprecherin Susanne Zimmermann auf Nachfrage mit. Die Nutzung der Gebäude ende nach und nach mit dem Umzug der Bewohner in andere Unterkünfte. Zimmermann: „Dieser Prozess hat bereits begonnen. Bis Mitte November wird die Siedlung vollständig leergezogen sein.“

Aus Gründen des Infektionsschutzes und zur Eindämmung möglicher Ansteckungen mit dem Corona-Virus hatte das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen mit Erlass von 19. März die Zuweisung von Flüchtlingen in die Kommunen ausgesetzt. „Seitdem hat die Stadt Gütersloh keine Neuzuweisungen erhalten“, so Zimmermann. Die befristete Aussetzung von Zuweisungen sei inzwischen ausgelaufen, sodass jederzeit wieder neue erfolgen könnten. Die Stadt Gütersloh verfüge jedoch sowohl für Neuzuweisungen als auch für künftige Umzüge aus der Parsevalsiedlung über ausreichend Unterkünfte, erklärte die Sprecherin.

Startseite