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Besorgte Gütersloher melden sich beim Naturschutz-Team

»Singvögel jetzt füttern«

Gütersloh (WB). In den vergangenen Tagen haben immer wieder besorgte Naturfreunde beim Gütersloher Naturschutz-Team angerufen. Sie berichten von Beobachtungen, dass Meisen in ihrem Brutkasten schon Junge hatten und dann die Fütterung eingestellt haben. Beim Öffnen des Brutkastens fanden sie die Jungvögel dann tot im Nest.

Franz Thiesbrummel

Die Meisen finden derzeit nicht genügend Nahrung für ihren Nachwuchs. Foto: Franz Thiesbrummel

»In diesem Fall wird es nicht an irgendwelchen giftigen Pflanzenschutzmitteln liegen, die leider immer noch in Gärten versprüht werden. Vielmehr finden die Singvögel zur Zeit nicht genügend Raupen und Insekten für ihren Nachwuchs«, klärt das Naturschutz-Team auf.

Das Angebot reiche derzeit nur für das eigene Überleben. Die Temperaturen ­seien im März ungewohnt hoch gewesen. »Dadurch haben vor allem die schon zurückgekehrten Meisen sehr früh mit der Brut begonnen. Im April kamen dann noch einmal tiefe Temperaturen. Die schon geschlüpften Jungvögel kühlten in den Nestern aus, und die fütternden Altvögel fanden nicht genügend Nahrung für ihren Nachwuchs, da noch nicht genügend Raupen geschlüpft sind und viele Insekten noch in Schlupfwinkeln in Kältestarre verharren«, so die Naturschützer. Die Situation habe sich noch nicht gebessert.

Aus diesem Grunde empfiehlt das Naturschutz-Team dringend, die Fütterung wieder aufzunehmen. Sehr empfehlenswert seien jetzt vor allem zarte Haferflocken. Man könne sie mit etwas Sonnenblumenöl anreichern. »Das Öl sollte ganz einziehen, das heißt die Flocken sollen noch rieselfähig sein. Ein solches Futter enthält lebenswichtige Mineralstoffe, Eiweiß und Fett«, erklärt das Naturschutz-Team. Damit könnten die Vogeleltern ihren Nachwuchs mit allem versorgen.

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