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Gütersloh

So ist die Lage in städtischen Unterkünften

Gütersloh (din) - Gemeinschaftsunterkünfte gelten wegen der Kontakte als anfällig für die Verbreitung des Coronavirus. Auch in Gütersloh hat es dort nach Auskunft von Stadtsprecherin Susanne Zimmermann erste Infektionen gegeben. Eine Zahl nannte sie nicht.

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Die neuen Unterkünfte an der Holzheide werden voraussichtlich mit Beginn des zweiten Quartals 2021 bezogen. Die Nutzung leitet sich nach Aussage der Stadt unter anderem aus der Entwicklung des Infektionsgeschehens in den städtischen Unterkünften ab.

In Gütersloh leben (Stand Dienstag) 719 Menschen in städtischen Flüchtlings- und 147 in Obdachlosenunterkünften. In den Gemeinschaftseinrichtungen seien „einige wenige Bewohner an einer Corona-Infektion erkrankt oder als Kontaktperson ersten Grades unter Quarantäne gestellt worden“, teilte Zimmermann auf Anfrage mit. „Auch in den Fällen der tatsächlichen Erkrankungen hat keine weitere Infektion innerhalb der Unterkunft stattgefunden.“

Die Bewohner hielten sich an die Quarantäneauflagen und würden im Bedarfsfall bei der Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Gütern von städtischen Mitarbeitern unterstützt. Die Bewohner aller Gemeinschaftsunterkünfte seien zudem persönlich mit Desinfektionsmittel ausgestattet worden, um die Einhaltung der einschlägigen Hygienevorschriften zu fördern. In einem Fall sei eine zwischenzeitige Unterbringung in der Siedlung Töpferstraße erfolgt.

„In den Unterkünften gelten seit Ausbruch der Pandemie die gleichen Regeln, die unser aller Alltag und Zusammenleben bestimmen“, erklärte Zimmermann. Im Zentrum stünden dabei insbesondere die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske). Eine Überwachung der Bewohner in ihren Wohnräumen erfolge nicht. „Die Tatsache, dass positiv getestete Personen in Gemeinschaftsunterkünften bisher nicht zu weiteren Ansteckungen unter den Bewohnern geführt haben, zeigt, dass die Bewohner sich in ihrem Wohnumfeld verantwortungsbewusst verhalten, die AHA-Regeln befolgen und sich an eine individuell abgestimmte, zeitlich versetzte Nutzung der Gemeinschaftsräume halten“, führte die Sprecherin aus.

Die neuen Unterkünfte an der Holzheide sollen voraussichtlich im zweiten Quartal 2021 bezogen werden. Die genaue Belegung leite sich dann auch daraus ab, wo mit Blick auf den Infektionsschutz Entlastung in anderen Unterkünften geschaffen werden müsse. Eine gesicherte Prognose sei daher aus heutiger Sicht nicht möglich, so Zimmermann.

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