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Gütersloh

So könnte die Gesamtschule innen aussehen

Gütersloh (gl/din) - Klare Formen, flexible Raumgestaltung, Multifunktionalität und eine Farbgebung, die das Spektrum der Umgebung aufnimmt: Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Immobilienwesen sind am Donnerstag erste Ideen für die Gestaltung der Innenräume der dritten Gesamtschule vorgestellt worden.

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Professor Sigurd Larsen (Design und Architecture Berlin), ein gebürtiger Däne, brachte mit seinen Entwürfen ein wenig skandinavische Lebensart in die im Aufbau befindliche Schule. Es sei ein erster Einblick in die Innenraum-Planungen, sagte Henning Matthes, als Beigeordneter für den Bereich Schule verantwortlich. Nach dem politischen Beschluss über die Raumbedarfsplanung im April sei dies nun ein Zeitpunkt, um den nächsten Schritt zu gehen.

Fünf Bereiche stellte Larsen als Beispiele vor – alle in einem Farbprogramm, das sich unter anderem an der zukünftigen Außenfassade orientiert. Warme Rot- und Holztöne in allen Schattierungen sollen das Gesamtbild von Mensa, Musikraum, von offenem Versammlungsbereich, Ganztagsbereich und Lehrerzimmer bestimmen. Die Ausstattung stellte Larsen als einfach, aber nicht eintönig vor.

So empfiehlt er runde Hocker für den Musikraum, setzt auf einen „runden Tisch“ im Lehrerzimmer ebenso wie auf Rückzugsecken in den Nebenräumen, sieht Stufen und „Kinoecken“ im zweigeteilten Ganztagsbereich vor. Dieser ist unterteilt in einen Arbeits- und einen Aktivbereich, der Raum lässt für viele Nutzungsvarianten.

Den offenen Bereich zwischen vier Klassenräumen (Cluster) gestaltet Larsen als kleine „Piazza“ – bewusst verwendet er unterschiedliche Sitzmöbel und kennzeichnet damit verschiedene Bereiche.

Der größte Raum in seinen Beispielen ist die Mensa, die in ihrer Gestaltung eine Fülle weiterer Funktionen erfüllen kann. Auch hier ist Flexibilität oberstes Gebot. So kann ein Teil ohne großen Aufwand eine Bühne werden, und am nächsten Tag bietet sie wieder Raum fürs Mittagessen. Die Flexibilität wird auch durch eine flexible Deckenkonstruktion gestützt, die bis hin zur Aufnahme von Grün variable Lichtgestaltung zulässt und auch der Akustik dient.

Bei der Schulleitung ist Larsen mit diesen ersten Ideen bereits durch offene Türen gegangen. Schulleiter Marcus Göcke lobte in der Sitzung den gedanklichen Ansatz. „Ich freue mich, dass die Anforderungen, die an eine Ganztagsschule gestellt werden, in jeder Hinsicht erfüllt sind.“

Auch bei den Vertretern der Politik kam die Darstellung des renommierten Architekten gut an. Vor allem die Flexibilität der Nutzungsmöglichkeiten, die sich wie ein roter Faden durch die Gestaltungsbeispiele zog, überzeugte. Gabriele Diekötter (Grüne) lobte die hohe Qualität und die warme Atmosphäre. „Hat mir supergut gefallen“, sagte Ischo Can (CDU). Norbert Bohlmann (UWG) lenkte den Blick auf die Kosten. „Wir werden auf keinen Fall die Kosten im Budget überschreiten, sondern versuchen, darunter zu bleiben“, versprach Projektsteuerer Dr. Mathias Eisenmenger. Dr. Susanne Kohlmeyer (SPD) sagte, es dürfe nicht immer nur um die Kosten gehen. In der Schule gehe es hauptsächlich um Lehren und lernen.

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