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Gütersloh

So läuft die Woche der kleinen Künste

Gütersloh (sib)

Sie wird anders als gewohnt, die Woche der kleinen Künste. Aber sie findet statt - mit hochkarätigem Programm. Jetzt informieren Hans-Hermann Strand und Reinhard Beckord, erster und zweiter Vorsitzender der Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz, über die letzten Details zum Ablauf.

Die Formation Rasga Rasga bringt Balkan-Pop auf den Dreiecksplatz – und zwar am Freitag, 20. August. Insgesamt acht Gruppen treten bei der 2021-Ausgabe der Woche der kleinen Künste auf. Foto:

Lediglich bei der endgültig erlaubten Teilnehmerzahl bedürfe es letzter Abstimmung mit dem Ordnungsamt. Die Absprache mit der Behörde laufe übrigens äußerst fruchtbar, sagt Hans-Hermann Strandt. Er rechnet damit, von Dienstag, 17., bis Freitag, 20. August, zwischen 750 und 800 Menschen pro Veranstaltungstag auf den Dreiecksplatz lassen zu dürfen.

„Aber was ist die Alternative?“

Das reize zwar nicht endgültig die Möglichkeiten der Inzidenzstufe zwei aus, die ab Freitag gilt. „Aber mit all den Dienstleistern, Helfern und Künstlergruppen wollen wir nicht unter Volllast fahren“, sagt Strandt. Ein Teil der Tickets werde für die rund 1150 Mitglieder der Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz vorgehalten, sagt der Vorsitzende. Eine genaue Zahl will er nicht nennen. „Aber ich glaube, dass wir mit unserem Kontingent alle Interessengruppen in der Zuhörerschaft bedienen können. Auch wenn es womöglich die eine oder andere Enttäuschung geben wird“, erklärt er. 

Angesichts der geltenden Regeln könne man nicht von der lockeren Veranstaltungsreihe ausgehen, die die Woche der Kleinen Künsten von ihrem Start im Jahr 2000 bis zur jüngsten Ausgabe 2019 gewesen sei. Immerhin müssten Abstände gewahrt werden, es gebe eine feste Sitzplatzvergabe an Biertischgarnituren, das Veranstaltungsgelände werde eingezäunt. „Aber was ist die Alternative?“, fragt Strandt.

Eine Lösung im Regelwirrwarr der Pandemie

Er sei froh, dass die Kulturgemeinschaft im Regelwirrwarr der Pandemie überhaupt eine schöne Musikveranstaltung anbieten könne. Dazu trage einerseits eine Förderung über das Bundesprogramm Neustart Kultur bei, für die die Kulturgemeinschaft eine Zusage erhalten habe. Für rund 85 Prozent der Veranstaltungskosten müsse die Kulturgemeinschaft trotzdem aufkommen. Möglich sei das über Mitgliederbeiträge, Spenden und Sponsoren. 

„Bei denen zwar manche weggefallen, andere aber auch dazugekommen sind“, erläutert Strandt. Dass die Woche der Kleinen Künste traditionsgemäß auf dem Dreiecksplatz stattfindet und nicht etwa im Wapelbad – diese Option war kurze Zeit im Gespräch – begründet der Vorsitzende so: „Wir haben uns den Kopf zermartert, hatten ein halbes Dutzend Optionen als Veranstaltungsorte. Aber etwa im Wapelbad wäre das Regelwerk kein anderes gewesen als hier. Und am Ende sind wir nunmal die Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz – und damit auch verbunden mit diesem Ort.“

Diese Künstler treten auf

Acht Auftritte sind im Rahmen der Woche der kleinen Künste geplant. Los geht es am: 

Dienstag, 17. August: Ab 20 Uhr tritt Markus Schinkels Voyager IV auf – laut Ankündigung ein Crossover-Pianist und Keyboarder, der mit seiner Band die Musik eines der progressivsten Synthesizer-Pioniers aller Zeiten, Keith Emerson, feiere. Die Jazz- und Krautrocker Kraan folgen ab 21.30 Uhr. 

Mittwoch, 18. August: Eine skurrile musikalische Mischung macht die Musik der Analogue Birds aus. Die Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz beschreibt sie als Mischung aus Jazz, Rock, Weltmusik und Breakbeats. Schon im Rahmen der Langenachtderkunst standen sie mit dem Digeridoo im musikalischen Mittelpunkt. Trompetenmusik gibt’s ab 21.30 Uhr von Rüdiger Baldaufs Trumpet Night. Als Gastmusiker helfen Gitarrist Bruno Müller und Sängerin Silvia Dias aus. 

Donnerstag, 19. August: Eine ausdrucksstarke Stimme gepaart mit filigranem Spiel auf Ukulele und Gitarre hat die Italienerin Violette Zironi im Gepäck (20 Uhr). Auf ihren Auftritt folgt Morgane Ji mit Band und elektronischer Weltmusik. 

Freitag, 20. August: Letzter Höhepunkt: Rasga Rasga startet um 20 Uhr mit Schlagzeug, Bassposaune und B(rass) mit Balkan-Pop in den Abend. Den krönenden Abschluss bildet die Münchener Jazzrausch Big Band.

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