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Kritik an der Informationspolitik der Stadtwerke – BiTel-Chef nimmt Stellung

So steht es um den Glasfaser-Ausbau

Gütersloh  (WB). In den Sozialen Medien empört sich eine Anwohnerin Avenweddes darüber, dass sie zum Glasfaser-Ausbau nur unzureichend informiert werde. Das WESTFALEN-BLATT hat die Klage zum Anlass genommen, bei den Stadtwerken (SWG) mal nachzuhaken.

Carsten Borgmeier

Sie will Glasfaser, doch angeblich antwortet ihr niemand schnell genug: Eine Anwohnerin aus Avenwedde macht in einem Facebook-Post ihren Unmut über die Informationspolitik der SWG öffentlich. Foto: dpa

Ab 1900 Anschlüssen wirtschaftlich

Zuständig für das Zukunftsprojekt mit einem Investitionsvolumen in Höhe von etwa elf Millionen Euro ist seit 1. Oktober Thomas Primon, der auf diesem Posten Josef Glöckl-Frohnholzer beerbte. Primon: »Noch bis zum 14. Dezember, läuft die Vorvermarktungsphase zum Glasfaser-Ausbau in Avenwedde-Bahnhof und Kattenstroth-Mitte.« Bis dahin müssten sich etwa 35 Prozent, also etwa 1900 Haushalte, für einen Glasfaser-Anschluss entschieden haben. Andernfalls lohne es sich wirtschaftlich nicht, so Primon, Geschäftsführer der SWG-Tochter BiTel.

Anschluss soll pro Haushalt etwa 100 Euro kosten

»Das Vermarktungsgebiet in Avenwedde-Bahnhof umfasst 2178 Wohneinheiten, in Kattenstroth-Mitte sind es 3274 Wohneinheiten und damit insgesamt 2.761 Gebäude« so Primon. Letztlich entscheide die Nachfrage, ob eine Wohnsiedlung an das Breitbandnetz angeschlossen werde. Die Vorvermarktung war seinen Angaben nach im vergangenen September gestartet. An Kosten für einen Anschluss sollen pro Haushalt etwa 100 Euro anfallen.

Thomas Primon

Seither habe es in beiden Ausbaugebieten mehrere Informationsveranstaltungen und Info-Tage gegeben, zuletzt am 17. Oktober. »Die Resonanz war sehr groß«, so Primon. »In unserem Kundenzentrum stehen in der Zeit von 14 bis 18 Uhr Experten bereit, die beispielsweise über die Inhouse-Verkabelung und zu grundsätzlichen Fragen rund um das Thema Glasfaser informieren.«

Ausbau Anfang 2020

Wie sieht der weitere Fahrplan aus: »Nach Erreichen der Quote im Dezember könnte der Ausbau Anfang 2020 beginnen, sodass die ersten Kunden bereits im Frühsommer vom schnellen Glasfasernetz profitieren könnten«, so der Geschäftsführer, »aber eben unter der Maßgabe, dass sich 35 Prozent der Haushalte bis zum 14. Dezember für Glasfaser entscheiden.

Thomas Primon nimmt die Kritik ernst

Bald schon etwas aufdringlich

Andere Bürger Avenweddes wie zum Beispiel Wolfgang Stitz vom Bürgerzentrum oder Tischlermeister und Unternehmer Hermann Mesken fühlen sich indes gut, ja fast schon zu gut informiert: ich halte die Informationskampagne für gut, die Veranstaltungen wurden gut besucht, Werbung per Plakat und Postwurf waren unübersehbar aber auch informativ, bald schon etwas aufdringlich.

Investition in die Zukunft

»Für das Bürgerhaus Avenwedde ist der Anschluss ein lange gefordertes Muss, ich selbst brauche die angebotenen Geschwindigkeiten nicht, neige allerdings dazu, mein Haus anzuschließen – als Investition in die Zukunft«, so Stitz.

Glasfaser von zentraler Bedeutung

Hermann Mesken: »Für unser Unternehmen ist Glasfaser von zentraler Bedeutung. Deshalb haben wir uns auch schon umfangreich beraten lassen und die öffentlichen Veranstaltungen besucht.«

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