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Gütersloh

Sozialarbeit soll ausgebaut werden

Gütersloh (ack) - Der Jugendhilfeausschuss beschäftigt sich mit Schulsozialarbeit. Künftig soll es für die Zahl der Stellen klare Kriterien geben. Das Übergangscoaching an den städtischen weiterführenden Schulen wird mit durchschnittlich 100 betreuten Schülern pro Vollzeitstelle angesetzt.

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Bei der Schulsozialarbeit sind es 300 Schüler pro Stelle. Diesen Beschluss empfiehlt die Stadtverwaltung dem Jugendhilfeausschuss, der am Donnerstag, 5. November, ab 17 Uhr in der Stadthalle tagt.

„Schulen sind mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert“

„Die soziale Arbeit an Schulen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem heterogenen und dynamischen Feld entwickelt. Schulen sind mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert“, schreibt die Verwaltung in der Vorlage.

Für die weiterführenden Schulen gibt es bisher kein Verfahren und keine Entscheidung über den Ausbaustand in der Stadt. Durchschnittlich 350 Schüler werden derzeit von einer Vollzeitkraft betreut. Diese Schulform würde also davon profitieren, wenn die Politiker den Weg für eine neue Bemessungsgrundlage frei machen.

Mehr Personal soll Abhilfe schaffen

„Bei dem derzeitigen Ausbauniveau können an einzelnen Schulen nur minimale Angebote der Schulsozialarbeit gemacht werden, die nicht dem Rahmenkonzept genügen“, argumentiert die Verwaltung. Der Einsatz der Schulsozialarbeit fokussiere sich auf Einzelne, deren Risiken und Unterstützungsbedarfe am offenkundigsten seien. Die Vernetzung und Kooperation seien nicht ausreichend und eine Förderung von Kindern und Jugendlichen im Sinn der Primärprävention finde nicht statt.

Mehr Personal soll Abhilfe schaffen. Und auch im Bereich Übergangscoaching gibt es zusätzlichen Bedarf. Jugendliche sollen bei der Berufswege-Planung und dem Erkennen von Ressourcen unterstützt werden. Für eine Etablierung des Übergangscoachings in den mittelfristig drei Gesamt- und zwei Realschulen werden laut Vorlage fünf Vollzeitkräfte benötigt. Eine Ausweitung des Angebots auf das Städtische Gymnasium würde eine sechste Stelle erfordern.

Gut angelegtes Geld?

Das heißt: Zwei zusätzliche Stellen wären notwendig. Aus Sicht der Gütersloher Stadtverwaltung wäre es gut angelegtes Geld, wenn die neuen Stellen bewilligt würden. „Der weitere schrittweise Ausbau von Schulsozialarbeit und Jugendberufshilfe ermöglicht ein umfassendes, qualitativ hochwertiges Angebot und leistet damit einen Beitrag zum Kinderschutz“, heißt es in der Beschlussvorlage für den Jugendhilfeausschuss.

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