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Gütersloh

Sportgemeinschaft hat neuen Namen und erweitert Angebot

Gütersloh (jed)

Die Gütersloher Behinderten-Sportgemeinschaft (BSG) hat sich umbenannt. Doch das ist längst nicht alles.

Wechsel an der Spitze: (v. l.) Der aus Edgar Gille (Beisitzer), Irmgard Großekathöfer (Beisitzerin), Janet Carre (Schriftführerin), Gabriele Runte (Kassiererin) und Annette Runte (Vorsitzende) bestehende alte Vorstand hat den Staffelstab am Samstag an Heike Kusch (neue Vorsitzende), Christel Drinkuth (neue Kassiererin) und Bronislav Kusch (neuer Beisitzer) übergeben.

Gütersloh (jed) - Neuer Vereinsname, neue Vorsitzende, neuer Vorstand, neue Satzung und eine veränderte Außendarstellung: Die Behinderten Sportgemeinschaft Gütersloh (BSG) hat das Frühjahr für eine Runderneuerung genutzt.

Weichen für die Zukunft gestellt

Mit dem einhelligen Votum der 35 anwesenden Mitglieder hat die insgesamt 107 Personen zählende Gemeinschaft die Weichen im Rahmen der Mitgliederversammlung am Samstag für die Zukunft gestellt.

Gesundheits- und Rehabilitationssportverein (GRSV) heißt die Behinderten Sportgemeinschaft jetzt. 1955 wurde sie als Versehrtenverein gegründet. In der Isselhorster Festhalle gab die seit 2005 dem Vorstand angehörende bisherige Vorsitzende Annette Runte (53) den Staffelstab an ihre Stellvertreterin und langjährige Vereinstrainerin Heike Kusch (61) weiter.

Neue Vorsitzende ist Heike Kusch

Der neuen Vorsitzenden stehen ihr Ehemann Bronislav Kusch (Beisitzer) und Kassiererin Christel Drinkuth zur Seite. Der Vorstand wurde verkleinert. Annette Runte, ihre Frau Gabriele Runte (Kassiererin), Janet Carre (Schriftführerin) und die Beisitzer Thekla Rüssel, Edgar Gille, Irmgard Großekathöfer, die bisher zum Vorstand gehörten, stehen dem Verein weiterhin beratend zur Verfügung.

Mit den derzeit angebotenen 32 Kursen – davon 15 im Wasser – ist der GRSV durch sein vielfältiges Angebot längst zum Anlaufpunkt für Reha-Sportler und Sportler aller Couleur geworden. Unter Beibehaltung der vier Stammsportarten Kegeln, Boßeln, Schwimmen und Hallen-Boccia soll das Angebot noch erweitert werden.

32 Kurse im Angebot

Den vor einem Jahr eingeleiteten Prozess erklärt Annette Runte: „Unser Tätigkeitsfeld hat sich beim bisherigen Namen nicht jedem sofort erschlossen. Oftmals bekamen wir Nachfragen, ob auch Menschen ohne Handicap an den Kursen teilnehmen dürfen.“

Zudem hofft man durch die geänderte Außendarstellung auch auf mehr Attraktivität in der Öffentlichkeit. Heike Kusch: „Vom Gesundheits- und Rehabilitationssportverein fühlen sich hoffentlich mehr Sportlerinnen und Sportler angesprochen. Wir möchten einfach die Hemmschwelle senken.“

Hemmschwellen senken

So gehören seit kurzem die Kurse „Sport bei Parkinson“, „Nach Schlaganfall“, „Bei Depressionen“ und „Bei Demenz mit Angehörigen“ zum Angebot. Die Nachfrage ist groß. Auf der Agenda der neuen Vorsitzenden stehen deshalb „noch einige neue Kursangebote“.

Mehr wolle sie noch nicht verraten, betonte Heike Kusch. Nur so viel: In Kürze soll ein Reha-Sport-Angebot in einem Kindergarten als Pilotprojekt starten. Die Vorstandsübernahme ist für die 61-jährige neue Vorsitzende eine Herzensangelegenheit.

 „Der Verein leistet mit seinem breiten Programm unschätzbare Arbeit“, sagt sie. Annette Runte will sich künftig intensiver auf ihre Aufgaben als stellvertretende Vorsitzende des Behindertenbeirats konzentrieren.

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