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Gütersloh: Verdacht auf Bilanzfälschung bei Brüggershemke+Reinkemeier

Staatsanwalt hat B+R im Visier

Gütersloh (WB). Mit dem endgültigen Betriebsende am 30. Juni wird die insolvente Brüggershemke + Reinkemeier KG nicht aus den Schlagzeilen verschwinden. Jetzt ist sie ins Visier der Staatsanwaltschaft Bielefeld geraten. Sie geht dem Anfangsverdacht der Bilanzfälschung nach.

Stephan Rechlin

Der 30. Juni ist der letzte Tag des insolventen Gütersloher Traditionsunternehmens Brüggershemke + Reinkemeier. Doch die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung nehmen gerade erst Fahrt auf. Foto: Carsten Borgmeier

Dieser Verdacht hat sich der Auskunft von Oberstaatsanwalt Klaus Pollmann zufolge aus dem Insolvenzgutachen ergeben, das der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Stephan Thiemann (Bielefeld) dem zuständigen Amtsgericht vorzulegen hatte. Die darin aufgeworfenen Fragen hätten am 20. Juni zu einer Durchsuchung der Geschäftsräume der Brüggershemke + Reinkemeier KG in Gütersloh und zur Beschlagnahme von Ordnern, Computern und Festplatten aus der Buchhaltung geführt, deren Datenmaterial bis ins Jahr 2011 zurückreichen. Dieses Material werde bis Ende des Jahres ausgewertet. Bis dahin, so Pollmann, gelte die Unschuldsvermutung: »Bevor wir über die Aufnahme eines Verfahrens entscheiden, müssen wir die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse der Brüggershemke + Reinkemeier KG zwischen dem Jahr 2011 und dem Insolvenzantrag 2016 rekonstruieren. Erst auf dieser Basis ist es möglich, konkreter zum Anfangsverdacht Stellung zu nehmen.«

Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen sind die Ermittlungen vor allem von einer Großbank angestoßen worden, die sich noch kurz vor der Insolvenz zur weiteren Finanzierung der Verbindlichkeiten bereit erklärt hatte.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag, 29. Juni, im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Gütersloh.

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