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„Lass uns laufen! soll ein Gewinn für alle sein,“ sagt Maria Rolfes, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Ordnung. „Wir unterstützen die Schulen bei der Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung, zeigen Alternativen zum Auto auf und ...

Stadt Gütersloh will Schulwege sicherer machen

„Lass(t) uns lauf...

Mit einem Projekt sollen die Schulwege in Gütersloh sicherer werden. Das Ziel: weniger Elterntaxis und mehr Selbstständigkeit der Kinder.

Die Stadt Gütersloh will mit einem Projekt den Autoverkehr vor den Gütersloher Grundschulen reduzieren.

Gütersloh (gl). „Lass(t) uns laufen“ – mit dieser Aufforderung will die Stadt Gütersloh laut einer Mitteilung Schulwege sicherer machen. Ziele des Projekts: weniger „Elterntaxis“ vor den Schulen, Förderung der Selbstständigkeit der Kinder auf dem Schulweg und eine entspanntere Situation für alle Verkehrsteilnehmenden.

Verkehrsteilnehmer behindern sich gegenseitig

Zu den Schulanfangszeiten stauen sich vor vielen Schultoren die Autos, Verkehrsteilnehmende behindern sich gegenseitig und es kommt mitunter zu gefährlichen Situationen. Kinder werden oft mitten auf der Straße herausgelassen und Parkverbote ignoriert. „Viele Eltern möchten ihre Kinder mit dem Wagen bis vor das Schultor fahren und ihnen so einen sicheren Schulweg garantieren, doch das Gegenteil der Fall“, heißt es in der Mitteilung. Die Kommunen stünden vor dem Problem, die Verkehrssicherheit der Kinder, aber auch der übrigen Verkehrsteilnehmer und Anwohner, zu gewährleisten.

Mit einer Information an die Eltern der zunächst sechs teilnehmenden Grundschulen (Blücherschule, Große Heide, Heidewald, Neißeweg, Pavenstädt und Kapellenschule), die in diesen Tagen verschickt wird, startet nun das Projekt. Ein Ingenieurbüro, das auf die Mobilitätsbedürfnisse an Schulen spezialisiert ist, begleitet die Stadt. Eine Ausweitung auf weitere Schulen ist möglich.

Eltern mit einbeziehen

„Lass(t) uns laufen! soll ein Gewinn für alle sein,“ sagt Maria Rolfes, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Ordnung. „Wir unterstützen die Schulen bei der Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung, zeigen Alternativen zum Auto auf und machen die Schulwege sicherer. Um eine bestmögliche Förderung zu erreichen, sind die Stadtverwaltung und die Schulen aber auf die aktive Mitwirkung der Eltern und der Schüler angewiesen.“ Die frühzeitige Information und Beteiligung von Eltern sei ein entscheidender Erfolgsfaktor des Projektes. Die Elternbefragung werde anonym durchgeführt. Sie solle unter anderem Informationen zu Verkehrsmittel- und Wegewahl der Kinder liefern sowie Hinweise auf potenzielle Gefahrenstellen, die vielleicht als solche noch nicht erkannt sind.

Nach Auswertung der Fragebögen erfolgt im Rahmen eines „Schulwegchecks“ die Begehung der als gefährlich eingestuften Problemstellen durch die Straßenverkehrsbehörde zusammen mit der Polizei, um die auffälligen Orte aus der Unfallanalyse und der Elternbefragung/Schülerbefragung vor Ort zu überprüfen, Lösungsmöglichkeiten zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu finden und konkrete Maßnahmen dafür zu entwickeln.

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