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Gütersloh: Angebot der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben liegt vor

Stadt kann Kaserne kaufen

Gütersloh (WB). Der Stadt Gütersloh liegt das Angebot zum Kauf der Princess-Royal-Kaserne auf dem Tisch. Damit ist ein für allemal entschieden, dass es dort nie wieder eine militärische Nutzung geben wird. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), der das Areal jetzt gehört, hat die Aufhebung des Flugplatzstatus beantragt.

Stephan Rechlin

Mehr als 300 Hektar groß ist das Areal der Princess-Royal-Kaserne in Gütersloh. Ein Teil davon wird der Stadt jetzt zum Kauf angeboten. Foto: Bima

Über die Höhe des von der Bima geforderten Kaufpreises gibt die Information an den Hauptausschuss noch keine Auskunft. Diesem Bericht zufolge steht auch noch gar nicht fest, welche Fläche genau der Stadt angeboten wird. Die Start- und Landebahn samt Umgebung werden schon einmal nicht dazu gehören – sie sind Teil der schützenswerten Biotope, die weiter im Besitz der Bima bleiben und von deren »Bundesforst«, dem Dienstleister für Grünflächen, gepflegt werden.

Zwischennutzung nur in Ausnahmefällen

Mit im Angebot enthalten dürften dagegen die bebauten Flächen rechts und links vom Haupteingang sein. Auf ihnen planen die Städte Gütersloh, Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz ein gemeinsames Gewerbegebiet. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten Zwischennutzungen dort weitgehend untersagt werden. Erfahrungen aus anderen Orten hätten gezeigt, dass sie leicht zu Streit oder sogar gerichtlichen Auseinandersetzungen führen können, wenn Investitionen von Mietern entschädigt werden sollen oder Räumungsklagen durchgesetzt werden müssten. Eine Ausnahme seien Mitbenutzungen, die es bereits unter der britischen Armee gegeben habe. Dazu zählen der Vorlage zufolge jene der Verkehrswacht Gütersloh, die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes, ein Depot für den Verein zur Dokumentation der Luftfahrtgeschichte in Gütersloh sowie die Fahrtests militärischer Einheiten und eines »Herstellers großer landwirtschaftlicher Fahrzeuge«.

Ab Juni gibt es Bustouren

Derzeit sei das gesamte Areal noch rund um die Uhr bewacht. Aus haftungsrechtlichen Gründen seien Besuche nur in Ausnahmefällen und auf Antrag bei der Bima möglich. Stadt und Gütersloher Marketing GmbH streben jedoch an, von Juni an Bustouren über das Areal anzubieten. Sie sollen länger dauern als die Besichtigungstouren von 2013 und 2015 und Ausstiegsmöglichkeiten einräumen. In einem zweiten Schritt seien ab Herbst 2017 Führungen mit verschiedenen thematischen und räumlichen Schwerpunkten in kleinen Gruppen vorgesehen.

Noch in diesem Monat könnte die Stadt die Wohnsiedlung an der Thomas-Mann-Straße 1 bis 51 erwerben. Sie prüft derzeit eine Folgenutzung.

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