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Gütersloh: Zahl der Radunfälle steigt – Initiative stellt Antrag

Stadt soll Sichtachsen verordnen

Gütersloh (WB). Die Zahl der Radfahrunfälle in Gütersloh steigt. Den Zahlen der Bürgerinitiative Energiewende zufolge stiegen sie von 2017 auf 2018 von 236 auf 336, das entspricht einem Zuwachs von 42 Prozent.

Stephan Rechlin

Sobald Radfahrer in Gütersloher an Kreuzungen und Einmündungen stoßen, können sie die anderen Straßen und Wege oftmals nur schlecht einsehen, weil Hecken und Sträucher höher als 80 Zentimeter gewachsen sind. Foto: Bernhard Pierel

Als eine der häufigsten Ursachen hat die Initiative fehlende Sichtachsen an Kreuzungen ausgemacht. Darauf habe sie die Stadtverwaltung auch schon mehrfach hingewiesen, erläutert Initiativ-Sprecher Kurt Gramlich, doch passiert sei bisher nichts. Darum stellt die Initiative jetzt einen Bürgerantrag, wonach ein Verkehrs-Ingenieur die erforderkichen Mindestsichtweiten an den von der Initiative benannten Kreuzungen und Einmündungen ermitteln solle. Gramlich: „Mit dem Antrag möchten wir das gesetzlich vorgeschriebene, vorbeugende Handeln durch Mitarbeiter der Stadtverwaltung erreichen.“

Nicht höher als 80 Zentimeter

Dem Gesetz zufolge müssten für wartepflichtige Auto- und Radfahrer und Fußgänger Mindestsichtfelder zwischen 80 Zentimeter und 2,50 Meter Höhe gegeben sein. Hecken und Gartenzäune dürften also nicht höher als 80 Zentimeter sein. Die örtliche Verkehrsbehörde habe die erforderlichen Maßnahmen durchzusetzen. Diese Maßnahmen dienten der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, seien aber auch im Interesse der Behörde, die im Falle eines Verkehrsunfalles in Regress genommen werden könne, wenn die Sichtbehinderung als Unfallursache erkannt werde.

Laut Gesetz müssen in NRW für wartepflichtigeAuto- und Radfahrer und Fußgänger Mindestsichtfelderzwischen 0,80 und 2,5 Meter Höhe gegeben sein. Hecken und Gartenzäune dürfen also nicht höher als 80 Zentimeter sein. Im Bürgerantrag heißt es: „Sie als örtliche Verkehrsbehörde sind dafür zuständig, die erforderlichen Maßnahmen anzuordnen und durchzusetzen. Diese Maßnahmen sind zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer erforderlich, aber auch im Interesse Ihrer Mitarbeiter und der Behörde, die im Falle eines Verkehrsunfalles in Regress genommen werden kann, wenn die Sichtbehinderung als Unfallursache erkannt wird.“

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